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Dresdner rettet Eineinhalbjähriger das Leben

Malteser hilft Dresdner rettet Eineinhalbjähriger das Leben

Maik Funke ist ein Lebensretter. Der Dresdner hat geistesgegenwärtig reagiert, als eine Nachbarin Hilfe brauchte, weil ihre eineinhalb Jahre alte Tochter nicht mehr atmete und blau angelaufen war.

Malteser-Fahrer Maik Funke hat das Leben eines eineinhalb Jahre alten Mädchens gerettet.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Ist Maik Funke in der Nähe, kann nichts passieren. Oder nur wenig. Denn der 50-Jährige hat nicht nur einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Er wendet auch an, was er dort gelernt hat. Mit viel Erfolg, wie sein selbstloser Einsatz am 5. Februar für die eineinhalb Jahr alte Ylva beweist. Um 19 Uhr klingelte es an diesem Freitag bei Familie Funke, die in einem Mehrfamilienhaus an der Karl-Laux-Straße in Leubnitz-Neuostra wohnt. Maik Funke hat gerade mit seiner Frau Heike und seinen zwei und fünf Jahre alten Kindern Abendbrot gegessen. Schon oft ging es bei den Nachbarn eine Etage höher laut zu.

Das Poltern, kurz vor dem stürmischen Klingeln, war diesmal aber anders. Dem 50-jährigen Berufskraftfahrer war sofort klar, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Als er die Tür öffnet steht vor ihm tränenüberströmt die 33-jährige Nachbarin. „Mein Kind lebt nicht mehr und ist ganz blau“, schreit sie Funke an. Der Dresdner rennt sofort mit ihr und seiner Frau nach oben. Dass die Nachbarn normalerweise nicht miteinander reden blendet er in diesem Moment völlig aus. Noch im Treppenhaus fragt er, was genau passiert ist und geht die Maßnahmen im Kopf durch, die er vor einem halben Jahr bei den Maltesern im Erste-Hilfe-Kurs gelernt hat.

Funke ist seit Juni 2014 im Behindertenfahrdienst der Hilfsorganisation tätig. Dort ist es Pflicht, einen Notfallkurs zu absolvieren. Ylva hatte während des Abendessens plötzlich aufgehört zu atmen und ist blau angelaufen. In der Wohnung angekommen nimmt Funke dem Vater das Kind ab, hält es kopfüber in die Luft. Schon bald hört er erste leise Atemgeräusche. Er setzt sich mit dem Mädchen im Wohnzimmer hin. Beim vorsichtigen Massieren des Herzens bemerkt er Unregelmäßigkeiten im Herzschlag. Als das Mädchen erneut das Bewusstsein verliert, setzt er zur Herz-Rhythmus-Massage an. Die Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft, erscheint dem Dresdner ewig. Nach nur fünf Minuten treffen die Sanitäter ein, Funke übergibt ihnen das Kind. Als er merkt, dass das Mädchen in sicheren Händen ist und das Gröbste überstanden hat kann er zum ersten Mal aufatmen. „Sehr gute Arbeit, Sie haben dem Mädchen das Leben gerettet“, lobt der Notarzt. Später erfährt Funke, dass ein Fieberkrampf während des Essens die Atemnot hervorgerufen hat.

Im Interview berichtet der Malteser-Fahrer, dass er als Vater und aus beruflicher Verantwortung für seine Fahrgäste den Inhalt des Erste-Hilfe-Lehrgangs in Gedanken regelmäßig wiederholt. Damit konnte er professionell reagieren. Dass nicht jeder so gehandelt hätte will Funke nicht hören. „Die Eltern standen unter Schock und konnten nicht reagieren. Jeder andere hätte das Gleiche getan.“

Von DNN

Dresden, Karl-Laux-Straße 51.0122172 13.7727623
Dresden, Karl-Laux-Straße
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