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Dresdner nehmen ihre Käseglocke wieder in Besitz

Dresdner nehmen ihre Käseglocke wieder in Besitz

Das lange Warten hat ein Ende: Am Freitag konnten die Dresdner Bürger die Käseglocke am Postplatz offiziell wieder besuchen und bevölkern. Pünktlich zum Stadtfest haben es der Bautechniker René Werft und seine Handwerker geschafft, die letzten Arbeiten zu beenden.

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René Werft und seine Mitarbeiterinnen freuen sich auf Gäste.

Quelle: Dietrich Flechtner

Einziger Wermutstropfen: Die Hygieneabnahme erfolgte später als gedacht. "Eigentlich wollten wir bereits früh um acht eröffnen. Doch leider kamen die Kollegen von der Hygiene erst 10 Uhr, so dass wir den ersten Kunden sagen mussten, dass wir sie erst gegen 12 Uhr bewirten können", sagte der Inhaber. Doch bereits am Nachmittag kamen nach und nach die ersten Gäste in das neue Café. "Bisher bin ich zufrieden. Aber natürlich hoffe ich, dass über das Stadtfestwochenende noch zahlreiche weitere Dresdner den Weg zu uns finden und wir einen scharfen Start hinlegen können", so Werft.

Die Gäste können ab sofort auf insgesamt 15 Innen- und 15 Außenplätzen täglich von 8 bis 20 Uhr unter anderem Werfts selbstgekelterte Obstweine genießen. Diese gibt es in acht verschiedenen Sorten - von Quitte über Rhabarber bis hin zu roter Johannisbeere. Aber natürlich verkauft er auch andere Leckereien wie Kaffee, Kuchen, Softeis und Frischkäse, erklärt der 34-Jährige, der über das Stadtfestwochenende selbst ausschenken will: "Ab September, wenn wir uns dann alle eingelebt und miteinander eingespielt haben, wollen wir auch Crêpes anbieten."

Die Neueröffnung durch René Werft verlief aber nicht immer harmonisch. Bereits die Vergabe an den 34-Jährigen war von Misstönen begleitet. Denn zuvor hatte dort die Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei ein recht beliebtes Café betrieben. Als der städtische Wirtschaftsausschuss Anfang Juli aber die Röster herauswarf und dem Obstwein-Kelterer aus Zabeltitz bei Großenhain einen unbefristeten Vertrag gab, waren viele Stammgäste sauer. Werft setzt daher nun auf eine Charmeoffensive, betont das Besondere und Regionale seines Ausschanks: Die Obstweine, die er zubereite, seien einzigartig, sagt er.

Auch habe er dafür gesorgt, dass die früheren Café-Mitarbeiter nicht alle ohne Jobs dastehen: Vier Leute hat er für die Käseglocke angeheuert, drei davon hatten vorher für die Rösterei gearbeitet (DNN berichteten). Für sie hat er mittlerweile auch eine Personaltoilette einbauen lassen, Kunden müssen allerdings die Sanitäranlagen der nahe gelegenen Altmarkt-Galerie oder ein anderes öffentliches WC nutzen. Denn von der früheren unterirdischen Toilette ist nichts mehr übrig: "Wurde alles vor Jahren zugeschüttet. Ein Wiederaufbau ist auch nicht mehr möglich", sagt Werft.

Erbaut wurde das kultige kleine Häuschen am Postplatz im Jahr 1928 als Wartestation für Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs. Es überstand nur mit geringen Schäden den Krieg und erhielt seine Namen durch seine Form, die an eine Käseglocke erinnert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2014

Nadine Steinmann

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