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Dresdner helfen im Ebola-Gebiet: arche noVa unterstützt Aufklärungskampagne in Liberia

Dresdner helfen im Ebola-Gebiet: arche noVa unterstützt Aufklärungskampagne in Liberia

Die 1992 in Dresden gegründete und in über 15 Ländern der Erde tätige Hilfsorganisation arche noVa wird jetzt auch in Liberia aktiv. Das westafrikanische Land ist von der Ebola-Epidemie besonders stark betroffen.

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Mitarbeiter von Kriterion Monrovia erläutern die Gefahren und den richtigen Umgang mit der Epidemie.

Quelle: arche noVa - Initiative für Menschen in Not e.V.

Bislang haben sich dort - jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge - 3924 Menschen mit dem Virus infiziert. 2210 von ihnen starben. Insgesamt forderte die hochansteckende Krankheit bis zum 5. Oktober 3865 Todesopfer.

"Wir schicken aus Deutschland keine Mitarbeiter nach Liberia, sondern arbeiten vor Ort mit der tief in der Kultur dieses Landes verwurzelten Studentenorganisation Kriterion Monrovia zusammen. Deren Mitglieder sind in den ländlichen Gebieten des liberianischen Verwaltungsbezirkes Montserrado unterwegs, um die Menschen über Ebola aufzuklären, in jeder Gemeinde zehn Ebola-Beauftragte intensiv zu schulen sowie Hygienepakete mit Desinfektionsmitteln, Seifen, Plastikhandschuhen, Plastiktüten sowie Oral Rehydration Solution, ein Mittel gegen Durchfallerkrankungen zu verteilen", erläutert Sarah Kräß. Sie ist bei arche noVa in Dresden Referentin für die Auslandsprogramme auf den Philippinen, im Ebola-Gebiet und in Mali.

"Wir kooperieren inhaltlich mit Kriterion Monrovia und finanzieren das Projekt, das kommenden Mittwoch startet, zunächst bis Ende Oktober läuft und die Gemeinden Zewor, Banjor Community und Morries Farm an der liberianischen Atlantikküste erfasst."

Auch im westafrikanischen Binnenstaat Mali ist arche noVa aktiv, und zwar schon seit über einem Jahr. Der bewaffnete Konflikt in Nordmali zog viele Zerstörungen nach sich. Der Dresdner Verein, der seine Kernkompetenz vor allem in Hilfsprojekten sieht, die sich mit Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygieneaufklärung beschäftigen, hilft in der 55 000 Einwohner zählenden Stadt Timbuktu bei der Reparatur des Abwassersystems. Zudem liegt der Fokus auf der Reparatur bzw. Errichtung von Gemeinschaftslatrinen, Handwaschbecken und Handpumpen in Schulen der Region Timbuktu und Diré, um dort die hygienische Situation zu verbessern.

"Seit September läuft zudem ein Projekt zur Instandsetzung bzw. zum Neubau von Bewässerungsanlagen für den Reisanbau, um die Gemeinden zu stärken", nennt Sarah Kräß ein weiteres Beispiel. "Und da die Gefahr besteht, dass auch in Mali Ebola ausbricht, sind wir dabei, eine lokale Partnerorganisation zu finden, die die Bevölkerung aufklärt, denn vielmals fehlt das Bewusstsein dafür. Dort herrschen ganz andere Sitten. Verstorbene z.B. werden unter Umständen in Privatautos hunderte Kilometer weit gefahren, damit man sie traditionell in ihrem Heimatort beisetzen kann."

In Mali hat arche noVa einen Projektleiter vor Ort, einen Österreicher. Er arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, berät, organisiert, koordiniert, damit das von arche noVa zur Verfügung gestellte Geld sinnvoll ausgegeben wird, und überwacht auch die Abrechnung der Finanzen. Er knüpfte auch die Kontakte nach Liberia.

Die Hilfsprojekte von arche noVa werden durch öffentliche Gelder gefördert, ohne private Spenden jedoch wären sie unmöglich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2014

Catrin Steinbach

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