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Dresdner haben wenig Vertrauen zu Presse, Politikern und PR-Leuten

DNN-Barometer Dresdner haben wenig Vertrauen zu Presse, Politikern und PR-Leuten

Lehrer und Ärzte können sich zurücklehnen: Die beiden Berufsgruppen genießen das höchste Vertrauen bei den Dresdnern. Das geht aus dem aktuellen DNN-Barometer hervor. Journalisten und Politiker werden hingegen als wenig vertrauenswürdig eingestuft.

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Beim Vertrauen in verschiedene Berufsgruppen gibt es bei den Dresdnern deutliche Unterschiede.

Quelle: A. Eylert

Dresden. Lehrer und Ärzte können sich zurücklehnen: Die beiden Berufsgruppen genießen das höchste Vertrauen bei den Dresdnern. Das geht aus dem aktuellen DNN-Barometer hervor, für das bei einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden Anfang Dezember 518 Einwohner befragt worden sind.

Das Ergebnis ist klar: Mit 86 Prozent genießen die Pädagogen das meiste Vertrauen unter den Dresdnern. Sie liegen damit auch über deutschlandweiten Werten aus den letzten Jahren. 2013 vertrauten 75 Prozent der Deutschen einem Lehrer, fünf Jahre zuvor waren es 69 Prozent. Den Lehrern folgen Ärzte (85 Prozent), Professoren (80 Prozent) und Rechtsanwälte (63 Prozent). Auch diese Branchenvertreter bringen es auf höhere Werte als deutschlandweit. Allerdings müssen die Juristen schon mehr Gegenwind einstecken. 28 Prozent der Dresdner vertrauen den Rechtsanwälten "eher nicht". In ganz Deutschland waren die Zweifler mit rund 40 Prozent in den letzten Jahren noch etwas stärker.

Bei den drei anderen Berufsgruppen kommen die misstrauischen Dresdner höchstens auf zehn Prozent, die übrigen haben sich nicht festlegen wollen oder können. Wie bei den Anwälten vertrauen auch knapp zwei von drei Dresdnern (60 Prozent) einem Pfarrer, jeder vierte Elbestädter vertraut dem Geistlichen eher nicht.

Weitaus schlechter sieht es für Journalisten, Politiker, Pressesprecher und Werbefachleute aus. Bei allen vier Berufsgruppen überwiegt der Zweifel. Den Medienvertretern vertrauen lediglich 41 Prozent der Dresdner, jeder Zweite aber vertraut der Gilde "eher nicht". Neun Prozent haben sich nicht festgelegt.

Pressesprecher und Politiker können sich um den nächsten Platz auf der Misstrauensskala streiten. Bei 22 Prozent der Dresdner können Politiker mit ihrem Auftreten landen, bei den Pressesprechern, deren Aufgabe es meistens ist, Politiker in der Öffentlichkeit ins rechte Licht zu stellen, sind es mit 32 Prozent sogar noch etwas mehr. 60 Prozent vertrauen den Pressesprechern eher nicht, 71 Prozent zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Politiker.

Noch düsterer sieht es bei den Werbefachleuten aus: Ihren Botschaften vertrauen nur 13 Prozent der Dresdner, 79 Prozent - also vier von fünf Einwohner - haben eher kein Vertrauen. Vielleicht tröstet es ja den einen oder anderen - im bundesweiten Vergleich ist das Vertrauen in die vier Berufsgruppen meist noch schlechter. Bei den Journalisten gibt es für die sächsische Landeshauptstadt noch einen Vergleichswert vom Februar vergangenen Jahres. Vor zehn Monaten gab es noch eine kleine Mehrheit (54 Prozent) mit Vertrauen in die Medienarbeit, auf Zweifel stießen die Journalisten damals bei 46 Prozent der Dresdner. Die nur unzureichend mit Vertrauen bedachten Berufsgruppen sollten die Ergebnisse nicht auf die Meinungsforscher schieben. Ihnen vertrauen laut der Umfrage mit 56 Prozent zumindest mehr Dresdner als ihnen misstrauen (33 Prozent).

Worin die Ursachen für diese Ergebnisse liegen, haben die Kommunikationswissenschaftler zumindest für die Presseleute noch näher untersucht. Sie bezogen dabei die 255 Dresdner ein, die sich misstrauisch geäußert hatten. 38 Prozent von ihnen sagen, die Journalisten würden meistens lügen. Für 29 Prozent betrachtet die Presse Themen nur einseitig und für jeweils 18 Prozent neigen Journalisten zur Übertreibung oder reden Politikern nur nach dem Mund.

Ingolf Pleil

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