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Dresdner gründen verschenx.com - das Amazon für kleine Aufmerksamkeiten

Dresdner gründen verschenx.com - das Amazon für kleine Aufmerksamkeiten

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ – so lautet eine althergebrachte Weisheit. Dass sie immer noch Geltung hat, wollen vier Absolventen der TU Dresden beweisen.

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René Pessier, Daniel Merkl, Ralph Borowski und Sebastian Flößel haben das Geschenkeportal verschenx.com ins Leben gerufen.

Quelle: PR

Gemeinsam haben sie das Geschenkeportal verschenx.com aus der Taufe gehoben. „Unsere Idee ist es, das Schenken als eigenständige Kommunikationsform zu etablieren und diese dem Pulsschlag des Social Web anzupassen“, sagen sie. Oder einfacher: „Es geht uns um die kleinen Aufmerksamkeiten“, wie Geschäftsführer Sebastian Flößel sagt.

Die Geschäftsidee der vier Unternehmensgründer ist dabei relativ einfach. Auf ihrer Internetseite kann man Gutscheine erwerben, die jeweils für ein konkretes Angebot eines bestimmten Geschäfts gelten. Die angebotenen Güter liegen dabei in der Regel zwischen fünf und 15 Euro. Es gehe eben nicht um die großen Geschenke, die Weihnachten oder zu Geburtstagen fällig werden, sondern um kleinere Gaben, die zu einer Vielzahl denkbarer Anlässe verteilt werden können, begründen die Verschenx-Macher das niedrige Preisniveau.

Kneipen und Einzelhändler

In Dresden kann man etwa per Gutschein ein Pils in der Neustadt-Kneipe Oosteinde schenken, edle Spirituosen aus dem Blasewitzer Geschäft „Vom Fass“ oder Spielzeug aus dem Laden „Riesenklein und Klitzegroß“ im Hecht. Diese Geschäfte haben, wie etwa 60 andere in Dresden auch, einen Teil ihres Angebots auf der Internetseite eingestellt. Deutschlandweit machen mehr als 350 Läden in knapp 60 Städten beim Angebot des im September 2011 gestarteten Internetportals mit.

Und dieses Netzwerk macht einen großen Teil des Charmes aus. Sollten ursprünglich nur Restaurants und Kneipen dazugehören, sind die vier Gründer schnell darauf gekommen, auch Einzelhändler und kleine Dienstleister hinzuzunehmen, deren Besitzer selbst kaum Zeit haben, einen Internetauftritt zu pflegen. Große Kaufhäuser oder Handelsketten sucht man auf der Internetseite vergebens.

Bei der Auswahl, die immer öfter auch von Kunden angestoßen werde, verlassen sich die vier auf ihren Geschmack. „Wir haben da inzwischen ein Gespür entwickelt“, sagt Flößel. Immer gehe es dabei um Originalität und Hochwertigkeit, müsse alles Angebotene „Geschenkcharakter“ haben. Denn auch das Erleben spiele eine Rolle, weil der Beschenkte seinen Gutschein vor Ort einlösen muss. Dort soll er keine böse Überraschung erleben, sondern im besten Fall um interessante neue Eindrücke bereichert wieder vor die Ladentür treten.

Saalrunde via Handy

„Wir verknüpfen sozusagen das analoge Umfeld mit den sozialen Netzwerken“, formuliert das Geschäftsführer Flößel auf eine Weise, die nicht verhüllen kann, dass sich die vier Verschenxer in Kommunikationswirtschafts-Seminaren der TU Dresden kennengelernt haben. Bei dieser Übertragung einer Empfehlung zwischen Freunden, welcher kleine Laden gerade die hippsten Dinge anbietet, in den eigenen Internetauftritt mit Produktfoto, Preis und Adressangabe will verschenx.com jedoch nicht stehenbleiben. Man wolle für kleine Geschenke das sein, was das Internetversandhaus Amazon für Bücher oder der virtuelle Auktionsanbieter Ebay für gebrauchte Dinge ist. „Wer an kleine Geschenke denkt, soll unvermittelt an verschenx.com denken“, formuliert Flößel ein hochgestecktes Ziel, das die vier verfolgen.

Mitte 2013, vielleicht auch erst 2014, wollen sie es erreichen. Derzeit stecken sie in Verhandlungen über eine strategische Kooperation mit einem Partner, der über „eine hohe Medienpräsenz“ verfügt. Nach Vertragsschluss soll verschenx.com eine ganz andere Aufmerksamkeit bekommen.

Neben dieser Partnerschaft mit einem „Türöffner“ vertrauen die Verschenx-Macher vor allem auf die eigenene Dynamik. Die wird zu einem Gutteil aus der Verknüpfung mit sozialen Netzwerken gespeist, die als Lieferant für Feedback genauso funktionieren wie als virtueller Ersatz für Mundpropaganda. Im Moment arbeiten die vier Gründer mit ihren sechs Mitarbeitern unter anderen an einer Facebook-Applikation (App) und an einer App für mobile Geräte.

Schenken in Echtzeit

Dann könnte eine Vielzahl von Szenarios gängig werden, wie die Geschenke-Seite genutzt werden kann. Wer sich etwa zu einem vereinbarten Treffen in einer Bar verspätet, kann von unterwegs mit ein paar Klicks seinem Freund ein Bier oder einen Cocktail ausgeben. Der Beschenkte braucht nur einen per E-Mail versandten Barcode auf seinem Smartphone-Display vorweisen und kann die Wartezeit mit einem Getränk überbrücken. Der Schenkende zahlt den Ladenpreis ohne Aufschlag, lediglich der Barbesitzer muss, sobald ein Gutschein eingelöst wird, einen geringen Prozentsatz des Gutscheinwerts an verschenx.com überweisen. „Das ist Schenken in Echtzeit“, fasst das Daniel Merkl zusammen, der als einer

der vier Gründer für den Vertrieb zuständig ist.

Uwe Hofmann

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