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Dresdner gedenken der mehr als 2000 deportierten Juden

„Fahrkarten für die dritte Klasse“ Dresdner gedenken der mehr als 2000 deportierten Juden

„Licht an für Menschlichkeit“ – unter diesem Motto fand am Freitag die gemeinsame Gedenkveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und des Kirchspiels Dresden-Neustadt am Neustädter Bahnhof statt.

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Gedenken an die deportierten Juden am Neustädter Bahnhof.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  „Licht an für Menschlichkeit“ – unter diesem Motto fand am Freitag die gemeinsame Gedenkveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und des Kirchspiels Dresden-Neustadt am Neustädter Bahnhof statt.

An der Gedenktafel vor dem Haupteingang des Bahnhofes erinnerte Dreikönigskirchenpfarrerin Frauke Fähndrich an das Schicksal der mehr als 2000 aus Dresden deportierten Juden in der Zeit zwischen 1938 und 1945. „Stillschweigend wurden unschuldige Menschen in die Ghettos Riga und Theresienstadt sowie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau abtransportiert. Die Masse schwieg, während Fahrkarten für die dritte Klasse verteilt wurden“, mahnte die Pfarrerin.

 Anschließend legten knapp 30 Dresdner Blumen an der Gedenktafel nieder. Das Datum der Gedenkfeier wurde in diesem Jahr speziell auf Freitag gelegt. Am 12. Februar 1945 bekamen 230 Dresdner Juden einen Brief, dass sie am 16. Februar abtransportiert werden. Doch durch die Zerstörung Dresdens in der Nacht zum 14. Februar konnten die letzten Züge nicht mehr fahren.

Auf dem Johannisfriedhof veranstalteten die Schüler der neunten Klassen der 88. Oberschule eine Gedenkfeier für die dort begrabenen Opfer des Luftangriffes. Sie trugen selbst verfasste Texte und Musikstücke vor, um der Opfer würdig zu gedenken. Bereits im November pflanzten die Schüler knapp 4000 Blumenzwiebeln, um die Grabstätte als solche kenntlich zu machen.

Anschließend fand am Abend in der Frauenkirche ein Gedenken an die Zerstörungen während des zweiten Weltkrieges statt. Pianist Herbert Schuch trug unter dem Motto „Invocation – Ruf zu den Glocken“ unter anderem imposante Werke von Johann Sebastian Bach und Franz Liszt vor.

Von Sebastian Burkhardt

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