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Dresdner gedenken der Opfer der Reichspogromnacht

Dresdner gedenken der Opfer der Reichspogromnacht

Etwa 150 Menschen haben am Freitag vor der Dresdner Synagoge der Opfer der Reichspogromnacht von 1938 und der unter dem Nazi-Regime ermordeten Juden gedacht. Die Erinnerung habe sich auch gut 70 Jahre danach nicht überlebt, sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) an der Gedenkstele für die damals zerstörte Semper-Synagoge.

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Eine Diakonisse legt in Dresden einen Kranz für die Opfer der Reichspogromnacht an der Gedenkstele für die damals zerstörte Semper-Synagoge nieder.

Quelle: Uwe Hofmann

Sie sei Zeichen der Wachsamkeit, „dass nie wieder geschehen darf, was damals geschah“. Es gelte, rechtsextremistischen Führern entschieden entgegen zu treten. „Die Dresdner stehen zusammen gegen neuen alten Ungeist, Rassismus, Intoleranz und Menschenfeindlichkeit“, so Orosz.

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Etwa 150 Menschen haben am Freitag vor der Dresdner Synagoge der Pogromnacht von 1938 und der unter dem Nazi-Regime ermordeten Juden gedacht.

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Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Nora Goldenbogen, mahnte, dass rechtsextremes Gedankengut keineswegs der Vergangenheit angehöre. Sie erinnerte daran, dass die NPD mit einer fremdenfeindlichen Kampagne erst Anfang des Monats vor eine Dresdner Moschee und ein Asylbewerberheim gezogen ist. Und dass nach neueren Studien 20 Prozent der Deutschen manifestes antisemitischen Gedanken teilen.

Auch die deutschlandweite Debatte um das Verbot von Beschneidungen hätten viele genutzt, um „Vorurteile und Meinungen zu äußern, die man sonst nicht äußern darf“. Es sei empörend, „dass dieses Gedankengut weiterlebt und an die nächste Generation weitergegeben wird“, so Goldenbogen.

Dennoch wolle die Jüdische Gemeinde ein offenes Haus in Dresden sein. „Wir setzen auf die Kraft der 80 Prozent in unserer Stadt“, appellierte Goldenbogen.

Am 9. und 10. November 1938 wurden mehr als 1000 Synagogen und Gebetshäuser sowie 7500 Läden in ganz Deutschland zerstört und 91 Menschen getötet. Es war der Auftakt zur systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Die Nazis verschleppten in den Tagen danach ungefähr 30 000 Juden in Konzentrationslager, viele starben. In Sachsen gab es vor dem Zweiten Weltkrieg rund 23 000 jüdische Gemeindemitglieder. Vor allem durch osteuropäische Einwanderer waren es Ende 2011 fast wieder 2670.

uh/dpa

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