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Dresdner gedenken deportierter Juden am Neustädter Bahnhof

Dresdner gedenken deportierter Juden am Neustädter Bahnhof

Mit einer Gedenkveranstaltung vor der Pforte zum Neustädter Bahnhof haben knapp 100 Menschen am Montagnachmittag den durch die Nationalsozialisten ermordeten Dresdner Juden gedacht.

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Mit einer Gedenkveranstaltung vor der Pforte zum Neustädter Bahnhof haben knapp 100 Menschen am Montagnachmittag den durch die Nationalsozialisten ermordeten Dresdner Juden gedacht.

Quelle: Dominik Brüggemann

Der Ort spielte eine Schlüsselrolle bei den Deportationen. Heute erinnert vor Ort ein Mahnmal an die Opfer der NS-Diktatur. Die Dresdner legten Blumen und Kränze nieder.

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Mit einer Gedenkveranstaltung vor der Pforte zum Neustädter Bahnhof haben knapp 100 Menschen am Montagnachmittag den durch die Nationalsozialisten ermordeten Dresdner Juden gedacht.

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Albrecht Engelmann, Ausländerbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche sagte, das Grauen habe sich nicht nur in den Konzentrationslagern abgespielt. Auch der Bahnhof sei ein Gedenkort für den Holocaust. Erinnern sei aber auch immer ein „Durchdenken der Gegenwart“, in der es noch immer rassistische Angriffe aus Ausländer gebe. „Weiterhin werden unsere Nachbarn rassistisch beschimpft, nur weil sie Asylbewerber sind“, sagte Engelmann.

Mahnend warb er deswegen zu Solidarität und menschlichem Miteinander. „Vielleicht ist unsere Erinnerungskultur zu verkopft“, hinterfragte er den Umgang mit der Vergangenheit. Wichtig sei es seiner Meinung nach auch den Kindern und Jugendlichen von heute die Gräueltaten von damals verständlich zu erläutern. Nur so könne die Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten fortbestehen. Zu der Versammlung hatten die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und das Kulturbüro Sachsen eingeladen. Die jährliche Veranstaltung erinnert an die letzten Deportationen vor der Bombardierung und Zerstörung Dresdens am 13. und 14. Februar 1945.

Das Chaos nach den Luftangriffen rettete manchem verbliebenen Juden das Leben, darunter dem Tagebuchschreiber und Romanisten Victor Klemperer. Am Mittwoch erinnert Dresden mit ganztägigen Veranstaltungen an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

dbr/dapd

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