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Dresdner feiern am Sonnabend Fest der Toleranz - Polizei rechnet mit friedlichem Ablauf

Dresdner feiern am Sonnabend Fest der Toleranz - Polizei rechnet mit friedlichem Ablauf

Trotz des abgesagten Neonazi-Aufmarsches will Dresden am Samstag erneut ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Gewalt setzen. Vertreter von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gewerkschaften, Kirchen und Zivilgesellschaft haben unter dem Motto „Mit Mut, Respekt und Toleranz.

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Frank Richter (links) ruft als Moderator der AG 13. Februar am Sonnabend zu Kundgebungen und Demos gegen Rechtsextremismus und Intoleranz auf.

Quelle: dpa

Dresden bekennt Farbe" zu Großkundgebung und Demonstration aufgerufen.

Frank Richter, Moderator der städtischen Arbeitsgruppe „ 13. Februar" als Veranstalter, rechnet mit 5.000 bis 10.000 Teilnehmern. Ursprünglich war die Veranstaltung als Gegenpol zu einem Neonazi-Aufmarsch gedacht. Die Anmeldung dafür wurde aber zurückgezogen. Nun werde der Samstag entspannter ohne die direkte Auseinandersetzung, „aber nicht weniger wichtig und ernst", sagte Richter. Um die Vielfalt der Stadt sichtbar werden zu lassen, sollen die Bürger der Landeshauptstadt etwas Buntes tragen sowie Fenster, Gartenzäune und Autoantennen mit Bändern versehen.

Erneut haben sich Gäste aus Berlin angesagt. Linke-Parteichefin Gesine Lötzsch und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) kommen. Die Berliner Piraten wollen in der Elbestadt eine öffentliche Fraktionssitzung abhalten, der Thüringer Landesvorstand der Grünen trifft sich das ganze Wochenende zur Klausur. 1600 Polizeibeamte aus mehreren Bundesländern sollen Demonstrationen und Kundgebungen in der Innenstadt sichern. Da keine Veranstaltung von Neonazis angemeldet wurde, verzichtet die Polizei auf einen Großeinsatz wie am Montag. „Wir werden die nötigen Verkehrseinschränkungen regulieren", sagte eine Sprecherin der Behörde. Es würden wieder mehrere Tausend Menschen in der Stadt erwartet. Allerdings schließt die Polizei die Anreise von Linksextremisten nicht völlig aus. Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll sprach aber im Vorfeld von einem „Fest der Demokratie, Toleranz und Lebensfreude". Die Polizei werde sich dezent zurückhalten. Er rechnet nicht damit, dass sie „Ersatzgegner" für irgendwen sein könnten. „Die Bürger werden feiern. Das wird ein Happening sein", war sich Innenstaatssekretär Michael Wilhelm sicher. 5800 Beamte von Länder- und Bundespolizei hatten am 13. Februar den friedlichen Protest gegen einen Aufmarsch von 1600 Neonazis gesichert. Rechte Aufmärsche und Gegendemonstrationen überschatten seit Jahren das Gedenken in Dresden. Mit Blockaden wurden 2010 und 2011 Neonazi-Aufmärsche verhindert. Bei gewalttätigen Ausschreitungen von Linken und Rechten waren vor einem Jahr mehr als 100 Polizisten verletzt worden.

dpa

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