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Dresdner eKita bleibt vorerst ein Torso

Dresdner eKita bleibt vorerst ein Torso

Das noch nicht einmal halbfertige elektronische Kita-Platz-Vermittlungssystem "eKita" bleibt vorerst ein bloßes Rumpfgebilde. So können Eltern weiter ihre Platzwünsche in Krippen und Kindergärten per Internetportal anmelden.

Aber die anderen geplanten Module, zu denen zum Beispiel eine vollautomatische Datenübermittlung zwischen Kita-Eigenbetrieb und freien Kitas, digitale Dienstpläne und dergleichen mehr gehören sollten, werden so schnell nicht kommen.

Bevor sie nicht eine stichhaltige Expertise über die möglichen Datenschutz-Probleme in der Hand habe, werde sie keine neue Software-Firma mit der Fertigstellung beauftragen, sagte Ei- genbetriebs-Chefin Sabine Bibas auf Anfrage.

Laut Bibas hat Michael Breidung, der Chef des städtischen Computertechnik-Eigenbetriebs, solch eine Expertise von der "Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung" (SAKD) in Bischofswerda und dem sächsischen Datenschutzbeauftragten erbeten, diese Stellungnahme steht aber noch aus. Die Stadtverwaltung hatte dieses Gutachten auch deshalb von der SAKD angefordert, weil nicht allein Dresden, sondern auch andere sächsische Kommunen solche Behördenvorgänge wie eben die Kita-Platzvergabe elektronisieren wollen. Insofern hat der Datenschutz-Streit um die eKita auch überregionale Bedeutung und soll nun von höherer Instanz geklärt werden.

Schon den eKita-Basisteil - die Eltern-Anmeldung - hatte die Hamburger Firma "Steria Mummert Consulting" verspätet an die Dresdner geliefert, so dass das Portal statt im Juni erst im September 2013 starten konnte. Der Anbieter schaffte es danach in überschaubarer Zeit aber auch nicht, die anderen versprochenen Module zu liefern und diversen Kritikpunkte (zum Beispiel Einbeziehung von Tagesmüttern, Datenschutz bei der Übermittlung von Elterndaten zwischen freien und städtischen Einrichtungen) zu lösen. Daraufhin hatte die Stadt Dresden den Vertrag mit den Hamburger Programmierern im Januar 2014 ganz aufgelöst.

Seit dem Systemstart müssen deshalb viele Aufgaben, die eigentlich automatisiert werden sollten, mit erheblichen Personalaufwand im Kita-Eigenbetrieb manuell erledigt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.06.2014

Heiko Weckbrodt

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