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Dresdner Zookrokodil Max ist teilweise wieder da

Haut und Knochen Dresdner Zookrokodil Max ist teilweise wieder da

Leistenkrokodil Max ist nur noch Haut und Knochen, aber es ist wieder da: Seit Dienstag können sich Interessierte seine gegerbte Haut und den präparierten Schädel im Japanischen Palais anschauen. Die Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden zeigen die aufbereiteten Reste.

Präparator Henry Heidecke zeigt Max’ Schädel. Im Hintergrund ist die gegerbte Haut des Leistenkrokodils zu sehen.

Quelle: S. Lohse

Dresden. Leistenkrokodil Max ist nur noch Haut und Knochen, aber es ist wieder da: Seit Dienstag können sich Interessierte seine gegerbte Haut und den präparierten Schädel im Japanischen Palais anschauen. Die Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden zeigen die aufbereiteten Reste deseinstigen Lieblings der Zoobesucher in der Ausstellung „Erfolgsmodell Saurier – 300 Millionen Jahre Überleben“ in einer Vitrine. Das Skelett des im Juli verstorbenen Salzwasserkrokodils jedoch bleibt der Öffentlichkeit verborgen. Es wird für wissenschaftliche Zwecke aufbewahrt – so wie Max‘ Schädel und Haut nach dem Ende der Schau in Dresden im Oktober 2016 auch. Es gebe bereits Anfragen internationaler Institute, die sich Max‘ Knochen für Vergleichszwecke ausleihen wollen, berichtet Birgit Walker von den Senckenberg Naturhistorische Sammlungen.

Ein halbes Jahr nach seinem Tod ist Krokodil Max "wieder da". Im Japanischen Palais ist der einstige Besucherliebling in Teilen ausgestellt.

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Zu Lebzeiten war Max stolze 4,80 Meter lang und 450 Kilogramm schwer. Als das Tier im Juli mit 58 Jahren starb, zählte es zu den größten Krokodilen Europas. „Seine Haut war allerdings stark beschädigt“, berichtet Präparator Henry Heidecke. Schuld daran sei sein schlechter Gesundheitszustand gewesen. Schäden seien auch beim Transport des Kadavers in die veterinärmedizinische Untersuchungsanstalt nach Berlin entstanden.

Den etwa zehn Kilogramm schweren Schädel hat Heidecke zunächst eine halbe Stunde lang „entfleischt“ und anschließend einige Wochen in ein Wasserbad in einen Edelstahlbehälter gegeben. „Meine kleinen Helfer, die Bakterien, haben dann den Rest des Fleisches zersetzt, bevor der Schädel mit einem Lösungsmittel entfettet und mit Wasserstoffperoxid nachgebleicht wurde“, berichtet der Präparator. Weil die Kopfhaut eingewachsen war, habe sie zerstört werden müssen, um den präparierten Kopf zeigen zu können.

Neben dem Schädel zeigen die Senckenberg Naturhistorischen-Sammlungen auch die gegerbte Haut des Krokodils. Genaugenommen sind es zwei Teile, denn die Schwanzspitze liegt abgetrennt neben dem Rumpf – auch eine Folge des miserablen Zustands der Haut. Damit die Haut wie zu Max‘ Lebzeiten aussieht, musste sie vom Körper abgezogen, am Bauch aufgeschnitten und tiefgefroren werden. In einer Gerberei in Rötha bei Leipzig ist sie mit Aluminiumsalzen gegerbt und konserviert worden. Zurück im Japanischen Palais hat sie Präparator Heidecke an manchen Stellen mit Künstlerölfarbe nachgetönt.

Der Zoo hat das verendete Tier den Wissenschaftlern der Senckenberg-Sammlungen im Übrigen kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug bekommt er ein Kunststoffreplik des in 3D gescannten Schädels des Tieres, das an Max‘ früherem Gehege im Prof.-Brandes-Haus im Zoo ausgestellt wird.

Katrin Richter

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