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Dresdner Zoo rüstet Wassersystem auf und reinigt Ententeiche

Dresdner Zoo rüstet Wassersystem auf und reinigt Ententeiche

Seit Januar wird auf dem Gelände des Dresdner Zoos gebuddelt, gepumpt und geschippt. Der Grund: Brunnenwasser, das aus einem Felsen in der Vogelvoliere heraus die Teiche für Gänse und Enten anreicherte, landete bisher im Abwasser.

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Baggerfahrer Mike Hasche und seine Kollegen kümmern sich um die Entfernung des Schlamms.

Quelle: Anja Schneider

Die Gebühren dafür möchte sich der Zoo nun sparen und leitet das Brunnenwasser deshalb künftig in den Kaitzbach. Dafür aber muss das Wasser gereinigt sein.

Aus diesem Grund rückte zu Beginn des Jahres der Bagger an, um neue Rohre zu verlegen. Vom unteren Teich soll das Wasser in Zukunft durch eine Grasfläche geleitet werden, die wie eine biologische Kläranlage funktioniert. "Das reine Brunnenwasser, das durch Blätter und Kot der Tiere verschmutzt ist, wird so auf ökologischem Weg gereinigt", erklärt Kurator Matthias Hendel. Dafür sorgt der pflanzliche Bereich aus Kies und Schilf. Danach wird das Wasser nach oben gepumpt, wo es hinter einem Wasserfall neben der Kleinvogelvoliere schließlich in den Kaitzbach gelangt. 150 000 Euro gibt der Zoo für die künftige Einsparung der Abwassergebühren aus. Insgesamt wurden dafür Rohre auf einer Länge von 260 Meter verlegt.

Beendet sind die Arbeiten in diesem Bereich damit aber noch nicht. "Da wir durch die Maßnahme die Teiche ohnehin abpumpen mussten, dachten wir uns, dass wir sie auch gleich noch säubern könnten", sagt Hendel. 25 Jahre ist das nicht geschehen. Die Folgen sind sichtbar. Schätzungsweise 1,50 Meter tief sind die Teiche, einen Meter hoch steht der Schlamm. Der muss nun abgebaggert werden. Ende des Monats soll es damit losgehen, wie der Kurator ankündigt.

Besucher, die während der Osterfeiertage durch den Zoo schlendern wollen, sollten sich deshalb im Bereich der Enten- und Gänseteiche auf Schlammberge einstellen. Denn bevor der Schlick abtransportiert und entsorgt werden kann, muss er zunächst trocknen. "Das wird, je nach Witterung, etwa vier bis fünf Wochen dauern", erklärt Hendel. Erst danach können sich die Zoomitarbeiter an das Anlegen des pflanzliches Filters machen - zunächst muss die geplante Fläche als Schlammablageplatz herhalten.

Wann mit dem Abschluss der Arbeiten zu rechnen ist, darauf will sich der Kurator nicht festlegen, zu wetterabhängig ist die Aktion. Eines aber ist sicher: Nach Ende der Maßnahme können die Wildenten und Gänse, die während der Bauzeit in der Vogelvoliere untergebracht sind, wieder ihr ursprüngliches Areal in Besitz nehmen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.03.2015

Christin Grödel

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