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Dresdner Zentrum ist bei Straftätern besonders beliebt

Kriminalitätsatlas Dresdner Zentrum ist bei Straftätern besonders beliebt

Jahr für Jahr veröffentlicht das Innenministerium einen sogenannten Kriminalitätsatlas. Darin steht, wo in Dresden besonders viele Straftaten registriert worden sind. Das Ergebnis für 2015 ist nicht wirklich überraschend.

Je tiefer das rot, desto mehr Straftaten gab es pro Einwohner
 

Quelle: Innenministerium

Dresden.  Das Dresdner Stadtzentrum ist gefährlich, in den Randbezirken herrscht dagegen eitel Freude und Sonnenschein. Das ist dem Kriminalitätsatlas zu entnehmen, den das Innenministerium des Freistaats veröffentlicht hat. Mehr als 20 000 Straftaten pro 100 000 Einwohner errechnete die Polizei im vergangenen Jahr für die Albertstadt, die Äußere Neustadt, die Innere Neustadt, die Altstadt, die Friedrichstadt und die Seevorstadt. Diese Zahl bezeichnen die Beamten als Fallzahl. Auch wenn ein Gebiet keine 100 000 Einwohner hat, wird die tatsächliche Zahl der Straftaten auf dieser Basis angegeben, um regional und überregional vergleichen zu können. Das Fazit für Dresden lautet damit: Die Innenstadt ist besonders gefährlich. Die absoluten Zahlen sagen: Die Seevorstadt führt die Dresdner Statistik mit 5122 Straftaten an, gefolgt von der Äußeren Neustadt mit 3656 und der Altstadt mit 2977. Dahinter folgen die Friedrichstadt, die Innere Neustadt und die Albertstadt. In allen Vierteln machen Diebstähle das Gros der Taten aus.

12 Dresdner Stadtteile sind dagegen besonders sicher. Das heißt, dort registrierte die Polizei im vergangenen Jahr maximal 4000 Straftaten pro 100000 Einwohnern. Zu diesen Gebieten gehören unter anderem der Raum Bühlau/Weißer Hirsch/Rochlitz/Dresdner Heide, außerdem Weißig sowie Wilschdorf/Rähnitz/Hellerau.

Quelle: Innenministerium

Besonders selten wurde die Polizei im vergangenen Jahr ins Schönfelder Hochland gerufen. diese Region im Dresdner Südosten umfasst im Kriminalitätsatlas, abgesehen von Weißig, zwei große Gebiete. Eines dieser Gebiete umfasst Gönnsdorf/Pappritz/Cunnersdorf/Helfenberg/Eichbusch und Rockau. Dort wurden der Polizei 2015 genau 47 Straftaten gemeldet. Im Gebiet Schönfeld/Schullwitz/Borsberg/Eschdorf/Rossendorf/Krieschendorf/Malschendorf/Reitzendorf/Zaschendorf waren es 49. Diese zwei Regionen waren 2015 die einzigen in Dresden mit nur zweistelligen Straftaten-Zahlen.

Alles in allem hat die Zahl der Straftaten in Dresden 2015 im Vergleich zum Vorjahr etwas abgenommen. Die Polizei verzeichnete einen Rückgang um 4740 Fälle auf reichlich 56 550 Taten. In Leipzig ist die Zahl der Straftaten 2015 im Vergleich zu 2014 ebenfalls gesunken, von reichlich 79 200 auf etwa 73 600. In Chmenitz ist sie dagegen gestiegen, von 25 560 auf fast 27 800. In allen sächsischen Landkreisen registrierte die Polizei deutlich weniger Straftaten als in den Großstädten. Angeführt wird diese Statistik vom Landkreis Görlitz (knapp 23000 Taten). Besonders friedlich lebt es sich im Kreis Nordsachsen (12 212 Straftaten).

Der Kriminalitätsatlas wird jährlich vom Innenministerium veröffentlicht. Basis dafür alle Straftaten, die von der Polizei erfasst wurden. Sie stehen unter anderem auch in den Polizeilichen Kriminalstatistiken des Freistaats, der Landkreise und der kreisfreien Städte. Sie können im Internet unter www.polizei.sachsen.de (Stichworte Polizeidienststellen/Landeskriminalamt) bei den Zahlen und Fakten nachgelesen werden.

Von Christoph Springer

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