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Dresdner Wohnungsgenossenschaften investieren 95 Millionen Euro in ihre Häuser

Dresdner Wohnungsgenossenschaften investieren 95 Millionen Euro in ihre Häuser

Grund zur Freude bei den Dresdner Wohnungsbaugenossenschaften (WBGs): Investitionssummen, Mitglieder- und Wohnungszahlen steigen, die Leerstandsquote ist auf einen Rekordtiefstand gesunken.

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Die Vorstände der acht großen Dresdner Wohnungsgenossenschaften vor ihrem Bauklötzchen-Haus-Logo.

Quelle: Tanja Tröger

Zwischen 0,8 und 3,7 Prozent der insgesamt rund 60.000 Genossenschaftswohnungen in Dresden sind derzeit ohne Mieter. Das teilten die Vorstände der acht großen Dresdner Genossenschaften am Mittwoch mit.

„Wir erleben eine kontinuierlich gute Entwicklung“, sagte Jürgen Hesse, Vorstand der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) stellvertretend für seine Kollegen. „Die Leerstandsproblematik der Jahrtausendwende ist überwunden. Das liegt einerseits am Wachstum der Stadt und der gestiegenen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Andererseits haben die Dresdner die Vorzüge des Wohnens in einer Genossenschaft erkannt und schätzen gelernt. Wir sind gute Vermieter und setzen uns auch für die Gestaltung des Wohnumfeldes ein.“ Das Mitbestimmungsrecht und das soziale Miteinander, stabile Mieten und die Sicherheit vor Kündigungen mache die Attraktivität der Genossenschaften aus. Bei durchschnittlich fünf Euro kalt liegt die Quadratmetermiete – etwa 50 Cent unter dem Dresdner Durchschnittsniveau. „Wir sind sozusagen die Mietpreisbremse von Dresden“, brachte es Helge Zillig von der Wohnungsgenossenschaft Trachau-Nord (WGTN) schmunzelnd auf den Punkt.

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Die acht großen Dresdner Wohnungsbaugenossenschaften zogen Bilanz für 2013 und blickten nach vorn auf ihre anstehenden Bauprojekte.

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Mit rund 66.000 Personen haben die Genossenschaften weit mehr Mitglieder als Wohnungen – auch ein Zeichen, dass die Räume begehrt sind. Etliche Dresdner behielten ihre Genossenschaftsanteile auch dann, wenn sie in eine andere Stadt zögen, bemerkten die meisten WBG-Vorstände. Wenn die „Exil-Dresdner“ an die Elbe zurückkehrten, würden sie gern wieder in Genossenschaftsräume ziehen. Insgesamt leben etwa 170.000 Dresdner in einer Genossenschaft – etwa jeder dritte Einwohner der Stadt. Viele Mieter bleiben ihrem Zuhause sehr lange treu. „Unsere älteste Mieterin ist 103 Jahre alt und lebt fast seit ihrer Geburt in einer Genossenschaftswohnung“, berichtete Angret-Cathrin Schirmer von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Dresden-Ost (GWG), die übrigens beinah genauso viele Lenze zählt wie die betagte Mieterin.

Die runden Geburtstage, die einige WBGs begehen, bieten ebenfalls Grund zum Anstoßen. So wird beispielsweise die WGTN 20 Jahre alt, die EWG und die Sächsische Wohnungsgenossenschaft (SWG) können bereits auf 60 Jahre zurückblicken.   Viel Zeit zum Feiern haben die Genossenschafter jedoch nicht. Allerorten wird modernisiert und aufgefrischt. Die grundlegenden Gebäudesanierungen der Nachwendezeit liegen nun schon 20 Jahre zurück, in denen Wind, Wetter und Mieter ihre Spuren in Treppenhäusern und an Fassaden hinterlassen haben. Außerdem haben sich im Laufe der Zeit die Ansprüche geändert: Immer mehr Mieter wünschen sich Balkone und Aufzüge, die die Genossenschaften nun einbauen. Rund 78 Millionen Euro fließen 2014 in solche Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Pro freigewordener Wohnung sind das durchschnittlich 6000 Euro.

Neubauten ergänzen nur den Wohnungsbestand

Rund 16 Millionen Euro stecken die Genossenschaften in Neubauten. Diese dienten aber nur zur Abrundung des Bestands und seien keineswegs Hauptthema der kommenden Jahre, waren sich die WBG-Vorstände einig. Sie reagieren damit auf Mieterwünsche nach großen Wohnungen. „Der Renner am Markt ist die kompakte Vierraumwohnung, die nicht über 1000 Euro warm kostet“, sagte Thomas Dittrich von der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ). „Die baut aber keiner der privaten Bauherren.“ EWG-Kollege Hesse ergänzte: „Den generell wachsenden Bedarf an Wohnraum in Dresden werden wir Genossenschaften auch in Zukunft nicht decken können.“ Lediglich 800 bis 1000 der 13.000 zusätzlich benötigten Wohnungen werden die WBGs beisteuern können.

Zum Kindertag auf die Cockerwiese – Sport- und Familientag am 1. Juni

Am 1. Juni laden die Dresdner Wohnungsbaugenossenschaften zum Sport- und Familientag auf die Cockerwiese. In einer symbolischen Riesenwohnung mit sieben Zimmern können die Besucher zahlreiche Spiel- und Sportangebote entdecken. Im Fitnessraum präsentieren sich Sportvereine, im Schlafzimmer tobt eine Kissenschlacht, im Bad lockt ein Pool. Im „Hof“ soll Dresdens längste Wäscheleine mit Kleidung bestückt werden. Die Besucher können gebrauchte Hosen, Pullis oder Kleider mitbringen – die Kleidungsstücke werden dann an die Malteser gespendet.

In den vergangenen Jahren besuchten jeweils rund 10.000 Dresdner den Sport- und Familientag. 2013 fiel das Familienfest dem Hochwasser zum Opfer. Das eingeplante Geld, etwa 20.000 Euro, spendeten die Genossenschaften an drei Dresdner Sportvereine.

ttr

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