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Dresdner Wohnungsbaugenossenschaften planen rund 104 Millionen Euro Investitionen

Dresdner Wohnungsbaugenossenschaften planen rund 104 Millionen Euro Investitionen

Das Leben in einer Wohnungsgenossenschaft in Dresden ist gefragt. Etwa jeder dritte Einwohner in Dresden – insgesamt 170.000 Menschen – lebt in einer Genossenschaft.

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Plattenbau der Wohnungsbaugenossenschaft Johannstadt - noch nicht alle Häuser sind so gut in Schuss.

Quelle: Stephan Lohse

Die acht Dresdner Wohnungsbaugenossenschaften bewirtschaften derzeit über 60 000 Wohnungen. In diesem Jahr sollen etwa 104 Millionen Euro in die Sanierung der Bestände und in neuen Wohnraum gesteckt werden – knapp 20 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

„Wir bewegen uns in einem ruhigen Fahrwasser“, fasst Mathias Schulze, Vorstand Sächsische Wohnungsgenossenschaft Dresden eG, die Situationen der Genossenschaften zusammen. „Bezahlbarer Wohnraum ist gefragt, die Stadt wächst. Immer mehr Menschen setzen auf die Vorzüge des Wohnens in einer Genossenschaft: die Mitbestimmung, die kalkulierbare Höhe von Mieten und Nebenkosten ohne überraschende Sprünge, das sichere Wohnen ohne Angst vor Kündigung und ein Ansprechpartner für alle Fragen vor Ort.“

Längst können nicht mehr alle Wünsche nach Wohnraum erfüllt werden. Besonders in bestimmten Lagen gibt es lange Wartelisten. Gefragt sind vor allem große Wohnungen mit mehreren Zimmern. Im Jahr 2014 befand sich die Leerstandquote auf einem Rekordtief. Sie lag je nach Genossenschaft zwischen 0,7 und 3,4 Prozent. „Das bewegt sich deutlich unter dem, was man unter einem gesundem Leerstand versteht“, so Mathias Schulze. „Den generell wachsenden Bedarf an Wohnraum in Dresden werden wir Genossenschaften auch in Zukunft nicht decken können.“ Kapazitäten hat dagegen die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt. Sie plant, im kommenden Jahr 58 neue Wohnungen zu bauen. Auch die Eisenbahnerwohnungsgenossenschaft sowie die „Glückauf“ Süd investieren zusammen in 19 neue Wohnungen. Der Neubau betrifft einzelne kleinere Vorhaben. Vorzugsweise auf Grundstücken, die an Bestandsflächen grenzen.

Zum 31. Dezember 2014 betrugen die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung insgesamt 296 Millionen Euro. Gegenüber dem Stand von 2013 bedeutet das eine moderate Steigerung von rund zwei Prozent. Allerdings sind in der Folge auch die Mieten leicht gestiegen. Je nach Genossenschaft bewegen diese sich zwischen 4,88 und 5,28 Euro pro Quadratmeter – im Schnitt sechs Cent höher als im Vorjahr.

Einen besonderen Fokus legen die Genossenschaften für 2015 auf die Instandhaltung, denn viele der Wohnungen befinden sich in einer zweiten Runde der Objektinstandsetzung. „Die erste Sanierung Anfang der 90er liegt nun 20 Jahre zurück“, erzählt Schulze. „Jetzt müssen Treppen und Türen renoviert werden, teilweise Dächer, Fassaden und Balkons.“ Zudem müssen die Wohnungen den aktuellen Brandschutzverordnungen angepasst werden und den Anforderungen an Wärmedämmung entsprechen. Auf der Agenda von allen Dresdner Wohnungsgenossenschaften steht vor allem aber altersgerechtes Bauen auf Wunsch. „Immer mehr Mieter setzen auf lebenslanges Wohnen“, so Schulze. Sie erwarten dann zum Beispiel ebenerdige Duschen, Aufzüge oder Garagen für Rollatoren.

Die 104 Millionen Euro, die die Genossenschaften für Investitionen einplanen, sind viel Geld, aber „immer noch etwas zu wenig, um den Ansprüchen gerecht zu werden“, findet Thomas Dittrich, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt. In dem Betrag ist eine Summe von rund 64 Millionen Euro allein für Instandhaltungen vorgesehen – das sind 21,6 Prozent, 10 Millionen Euro mehr als noch 2014.

Juliane Weigt

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