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Dresdner Wissenschaftlerin plädiert für Beschränkung des Waffenexports

Verkauf von Pistolen und Gewehren Dresdner Wissenschaftlerin plädiert für Beschränkung des Waffenexports

Die Dresdner TU-Professorin Dagmar Ellerbrock plädiert für mehr Exportverbote für Kleinwaffen aus deutscher Herstellung. Deutschland habe selbst ein scharfes Waffenrecht, kümmere sich aber nicht um die Lage in anderen Ländern, so die Professorin, die unter anderem zur Waffenkulturgeschichte forscht.

Deutschland hat strenge Regeln für den Waffenbesitz. Viele Länder, in die Waffen verkauft werden, haben diese nicht.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Die Dresdner TU-Professorin Dagmar Ellerbrock plädiert für mehr Exportverbote für Kleinwaffen aus deutscher Herstellung. Deutschland habe selbst ein scharfes Waffenrecht, kümmere sich aber nicht um die Lage in anderen Ländern. „Wir verbieten Waffen im Inland und verkaufen gleichzeitig Schusswaffen an Länder, in denen es keine funktionierenden zivilgesellschaftlichen Regeln gibt, die verhindern, dass Zivilisten durch eben diese Waffen sterben“, so die Professorin, die unter anderem zur Waffenkulturgeschichte forscht.

Ellerbrock erinnert daran, dass Waffenbesitz auch hierzulange jahrhundertlang völlig normal war. Mitte des 19. Jahrhunderts trugen die Deutschen „ganz selbstverständlich und fast überall Waffen: in der Schule, in der Reichsbahn, auf Festen“, schreibt sie. „Erst ab Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich ein Bewusstsein dafür, dass massenhafter privater Waffenbesitz ein gesellschaftliches Problem sein könnte.“ 1928 wurde privater Waffenbesitz dann erstmals reguliert.

Von sl

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