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Dresdner Wissenschaftler wollen gefährdete Großmuscheln retten

TU Dresden Dresdner Wissenschaftler wollen gefährdete Großmuscheln retten

Wissenschaftler aus Dresden und Leipzig wollen gefährdete Großmuscheln retten. Es geht um die Malermuschel und die Flussperlmuschel, teilte die Technische Universität Dresden am Mittwoch mit. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hätten beide noch viele Flüsse in Deutschland bevölkert.

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Quelle: Thomas Schiller

Wissenschaftler aus Dresden und Leipzig wollen gefährdete Großmuscheln retten. Es geht um die Malermuschel und die Flussperlmuschel, teilte die Technische Universität Dresden am Mittwoch mit. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hätten beide noch viele Flüsse in Deutschland bevölkert. Heute gebe es nur noch wenige Bestände. „Diese Muschelpopulationen sind oft stark überaltert und fristen ein isoliertes Dasein. Dies führt zu Inzucht, das Erbgut der Populationen durchmischt sich kaum noch. Dadurch verarmt die einstige genetische Vielfalt der Muscheln, schwächt ihre Widerstandskraft und macht sie krankheitsanfälliger“, hieß es.

Das Projekt „Arkonavera“ soll nun erkunden, welche Umwelteinflüsse Fortpflanzung und Gedeihen der Jungtiere beeinträchtigen. Zudem geht darum, ob sich die beiden Muschelarten nachzüchten und neuansiedeln lassen. Gemeinsam mit regionalen Partnern sollen Schutzkonzepte für Muscheln entstehen und in Regionen in Bayern und Sachsen erprobt werden. Sachsen hatte schon in den 1990er Jahren ein Artenschutzprogramm für Flussperlmuscheln aufgelegt. Mit Hilfe von Software soll nun neuer Lebensraum für Muscheln gefunden werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesamt für Naturschutz fördern das Vorhaben mit 5,4 Millionen Euro, verteilt auf sechs Jahre. Die Koordination hat die TU Dresden. Aus Sachsen sind neben Forschern der TU Dresden auch Kollegen des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung beteiligt.

dpa

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