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Dresdner Wissenschaftler entschlüsseln Mechanismus nachwachsender Körperteile beim Axolotl

Dresdner Wissenschaftler entschlüsseln Mechanismus nachwachsender Körperteile beim Axolotl

Das Axolotl kann abgetrennte Extremitäten einfach ersetzen – welches Körperteil gebildet werden muss, regeln dabei bestimmte Gene in den nachwachsenden Zellen.

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In dem nachgewachsenen Glied eines Axolotls sind die signalgebenden Gene im Unterarm und der Hand zu sehen (grün markiert).

Quelle: CRTD Tazaki

Wissenschaftler am Dresdner DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien (CRTD) amputierten der Salamanderart verschiedene Gliedmaßen und nahmen die sich neubildenden Zellen genauer unter die Lupe, wie die Forscher im US-Fachmagazin „Science“ berichten.

„Dieses Wissen erlaubt uns erst, grundsätzlich darüber nachzudenken, wie wir Gewebe von Gliedmaßen entwickeln können“, sagte Professor Elly Tanaka, Leiterin der Studie, am Freitag laut einer Mitteilung des CRTD. Je nach Amputationsstelle würde in den Zellen ein bestimmtes Gen eingeschaltet. Das sorge dafür, dass beispielsweise am Oberarm zunächst Zellen für den Unterarm nachwachsen und erst dann Zellen für eine Hand. Die Regeneration erfolgt also in einer zeitlich festgelegten Reihenfolge.

Mit ihren Forschungsergebnissen konnten die Dresdner Wissenschaftler die These widerlegen, dass sich die neuen Extremitäten-Abschnitte durch Einschiebung bildeten. Die Verfechter dieser These vermuteten, dass sich beispielsweise bei einem fehlenden Arm zuerst neue „Fingerspitzenzellen“ bilden würden, die ihre Identität dann mit den Zellen im Armstumpf abgleichen würden. Auf diese Weise würden sie herausfinden, welche Teile zwischen Armstumpf und Fingerspitze noch fehlen, und diese nachbilden.

Der Salamander Ambystoma mexicanum (Axolotl) ist in der Lage, Gliedmaßen und Organe nach Verletzungen zu regenerieren. Diese bilden sich vollständig nach und sind voll funktionstüchtig.

dpa/ttr

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