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Dresdner Wissenschaftler entdecken neue Schlangenart

Iberische Ringelnatter Dresdner Wissenschaftler entdecken neue Schlangenart

Wissenschaftler der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden haben gemeinsam mit einem internationalen Team eine neue Ringelnatter-Art entdeckt. Die Iberische Ringelnatter kommt in Nordafrika, Südfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel vor.

Iberische Ringelnatter (Natrix astreptophora).

Quelle: Wolfgang Böhme

Dresden.  Wissenschaftler der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden haben gemeinsam mit einem internationalen Team eine neue Ringelnatter-Art in Europa entdeckt. Die Forscher zeigten in einer am Montag im Fachjournal „Biological Journal of the Linnean Society“ veröffentlichten Studie, dass die „Iberische Ringelnatter“ keine Unterart der weit verbreiteten eurasiatischen Ringelnatter, sondern eine eigene Art ist.

Die Ringelnatter zählt in Deutschland zu den am häufigsten auftretenden Schlangenarten und ist auch in ganz Europa weit verbreitet. Die Tiere können bis 1,50 Meter lang werden. Das für den Menschen harmlose Reptil erkennt man meist an dem charakteristischen hellen Halsring.

Uwe Fritz

Uwe Fritz

Quelle: PR

Uwe Fritz, Direktor der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden, hat zusammen mit der Doktorandin Carolin Kindler, Kollegen vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn und weiteren internationalen Partnern herausgefunden, dass die bisher als Unterart geführte „Iberische Ringelnatter“ eine eigene Art ist. „Europas Wirbeltiere gelten als gut erforscht – da ist die Entdeckung einer neuen Art schon etwas ganz Besonderes“, freut sich Kindler.

Für seine Forschungen hat das Wissenschaftlerteam mehr als 300 Schlangen aus verschiedenen Sammlungen untersucht und diese Daten mit genetischen Mustern von 85 Ringelnattern kombiniert: „Wir haben beispielsweise die Zahl der Schuppen mit Eigenschaften des Knochenbaus und genetischen Merkmalen verknüpft und konnten anhand dessen zeigen, dass die Iberische Ringelnatter – Natrix astreptophora – eine eigene Art ist“, erläutert Fritz.

Die neu identifizierte Art kommt in der nordafrikanischen Maghreb-Region, auf der Iberischen Halbinsel und im Süden Frankreichs vor. Sie lebt also nicht in den gleichen Gebieten wie die in Europa und Asien weit verbreitete Ringelnatter-Art Natrix natrix und deren Unterarten. „Die beiden Arten treffen nur in Südfrankreich nahe der Pyrenäen aufeinander“, so Fritz.

Während die weiter verbreitete Ringelnatter-Art Natrix natrix feuchte Lebensräume bevorzugt und beispielsweise durch die Entwässerung von Feuchtgebieten bedroht ist, lebt die Iberische Ringelnatter wesentlich unabhängiger vom Wasser. „Zu wissen, mit welcher Art wir es zu tun haben, hilft uns ihre Gefährdung besser einzuschätzen und rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dies ist umso wichtiger, weil die Iberische Ringelnatter andere Lebensräume bevorzugt“, sagt Carolin Kindler.

Von ttr

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