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Dresdner Wissenschaftler beteiligen sich an Milliardenprojekt

Dresdner Wissenschaftler beteiligen sich an Milliardenprojekt

Milliarden aus Brüssel für das größte Computer-Hirn und die Erforschung des "Wunderstoffes" Graphen: Das "Human Brain Project" aus Lausanne und das "Graphene"-Projekt aus Göteborg haben den bislang größten Wettbewerb um EU-Forschungsmittel gewonnen.

An beiden sind Wissenschaftler der TU Dresden beteiligt.

EU-Kommissarin Neelie Kroes stellte die Gewinner des "Projektwettbewerbs für Zukunftstechnologien" gestern in Brüssel vor. Europas Position als "Supermacht des Wissens" hänge davon ab, "wie es uns gelingt, das Undenkbare zu denken und die besten Ideen zu verwirklichen", sagte sie.

Damit ging ein vor drei Jahren gestarteter Auswahlprozess zu Ende, an dem sich 26 Bewerber beteiligt hatten. Kroes musste allerdings einräumen, dass die ambitionierte Finanzierung noch nicht ganz in trockenen Tüchern sei. Konfrontiert wurde sie auch mit der Frage, warum ausgerechnet ein Projekt aus dem EU-Ausland Schweiz aus den Brüsseler Töpfen gepäppelt werden muss.

Beim "Human Brain Project" (HBP) will ein Team um den Neurowissenschaftler Henry Markram an der polytechnischen Uni Lausanne mithilfe der größten Versuchsanlage das menschliche Gehirn im Detail simulieren. Das bessere Verständnis des Gehirns solle neue Ansätze gegen neurologische Erkrankungen liefern, sagte Kroes. Zwar sei die Teamleitung in der Schweiz, doch seien viele Mitgliedsländer beteiligt, und die Schweiz müsse die Finanzierung mit stemmen.

Rund 250 Forscher aus 23 Ländern arbeiten am HBP. Einer der Hauptpartner bei Entwurf und Aufbau der so gennanten "Neuromorphic Computing"-Plattform dafür ist die Stiftungsprofessur Hochparallele VLSI-Systeme und Neuromikroelektronik von Prof. Rene Schüffny an der TU Dresden. Zusammen mit der Ruprecht-Karls Universität-Heidelberg und der University of Manchester sollen dabei fundamental neue Rechnerarchitekturen entworfen werden, teilte die TU mit.

Die Initiative "Graphene", die als zweites Projekt für die Flagship-Förderung ausgewählt wurde, zielt auf die Untersuchung und Nutzung der einzigartigen Eigenschaften eines revolutionären, auf Kohlenstoff basierenden Werkstoffs. Die TU Dresden und die im Dresden-concept zusammengefassten Forschungseinrichtungen weisen ein breites Kompetenzspektrum in Synthese, Charakterisierung und Modellierung von Graphenstrukturen auf und sind als starke Partner in diesem Flagship-Projekt vertreten.

Von der versprochenen Hilfe von jeweis einer Milliarde Euro in den kommenden zehn Jahren konnte Kroes zunächst je 52 Millionen für 2013 verbindlich zusagen. Für die gesamte Finanzierung des 50-prozentigen EU-Anteils müssen die Mitgliedsländer noch grünes Licht geben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.01.2013

dapd

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