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Dresdner Wissenschaftler analysieren Rost an Silbermanns Orgelpfeifen

Dresdner Wissenschaftler analysieren Rost an Silbermanns Orgelpfeifen

Hightech für Barockinstrumente: Dresdner Physiker sind dem Rost auf den Pfeifen von Silbermann-Kirchenorgeln auf der Spur. Mit Hilfe einer besonderen Experimentierstation im Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) untersuchten sie am Donnerstag Originalpfeifen aus vier Kirchenorgeln, um die chemische Zusammensetzung der darauf befindlichen weißen Flecken zu entschlüsseln.

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Michael Mäder, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), hält im Helmholtz-Zentrum in Dresden die Pfeife einer Silbermann-Orgel.

Quelle: dpa

„Wir wollen herausfinden, um welche Substanzen es sich dabei handelt, um das richtige Konzept zur Restaurierung entwickeln zu können“, sagte Michael Mäder, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD).  Er und HZDR-Kollege Wolfgang Skorupa erhoffen sich auch Aufschluss über Silbermanns „Materialrezept“ für die Zinnpfeifen, vor allem die beigemischte Dosis Blei. Dafür wurden die rund 300 Jahren alten und restaurierungsbedürftigen Pfeifen aus den Kirchen in Crostau, Lebusa, Niederschöna und Pfaffroda mit Hightech des 21. Jahrhunderts zur zerstörungsfreien Analyse von Kunstgut untersucht. „Die Ionen fallen wie kleine Kügelchen auf das Material, das antwortet mit einer charakteristischen Reaktion“, erklärte Mäder. Die Wissenschaftler testeten nach einer vermuteten Liste, auf der unter anderen Schwefel, Kohlenstoff oder Chlor stehen. Welche der Elemente vorhanden sind, kann erst nach Auswertung der Messergebnisse gesagt werden.  Laut Mäder wird seit zehn Jahren am Problem Korrosion an Orgelpfeifen geforscht. Schuld am Rost seien unter anderem die Heizungssysteme in Kirchen und die daraus resultierende Feuchtigkeit. In Verbindung mit dem modernen, mit Essigsäure versetzten Tischlerleim, der bei der Restaurierung von Orgel-Holzgehäusen verwendet wird, begünstige die Korrosion. Zudem vermuten die Wissenschaftler organisches Material als Übeltäter. „Vögel oder Mücken könnten Rückstände hinterlassen.“

dpa

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