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Dresdner Winzer räumt Einsatz verbotenen Fungizids ein

Weinskandal Dresdner Winzer räumt Einsatz verbotenen Fungizids ein

Der Dresdner Winzer Stefan Bönsch hat das im Weinbau verbotene Fungizid Iprodion eingesetzt. Das räumte der Winzer in einem offenen Brief auf seiner Homepage ein. Vor wenigen Wochen hatte er auf Nachfrage noch erklärt, diesen Fall nicht zu kennen.

Symbolfoto

Quelle: dpa

Dresden. Der Dresdner Winzer Stefan Bönsch hat das im Weinbau verbotene Fungizid Iprodion eingesetzt. Das räumte der Winzer in einem offenen Brief auf seiner Homepage ein. Vor wenigen Wochen hatte er auf Nachfrage noch erklärt, diesen Fall nicht zu kennen. Nachdem das Dresdner Rathaus in dieser Woche auf Anfrage erklärt hat, dass ein Dresdner Winzer ein nicht mehr zugelassenes Pflanzenschutzmittel angewendet hat, gab der Küfermeister auf wiederholte Nachfrage den Einsatz zu und sprach von einem Fehler. Er habe ein nicht eindeutig und nur handschriftlich gekennzeichnetes Mittel eingesetzt, dass er vom Vorgänger übernommener Rebflächen gleich mit übernommen hatte. Diese Aussagen decken sich mit den Angaben der Behörden. Bönsch erklärte, er habe die betroffenen Trauben bewusst separat ausgebaut und wollte die 223 Liter vor der Füllung sowieso prüfen lassen, bevor er sie anbieten wollte. Die Weine kamen letztendlich nicht in den Verkauf. Sie seien mit 0,12 Milligramm Iprodion pro Kilogramm bezogen auf Trauben belastet gewesen, so der Weinbauer. Das Mittel ist im Weinbau seit Jahren verboten, jedoch nach Bönschs Angaben in Gemüsekulturen zugelassen.

Bönsch ist der dritte von sechs sächsischen Betrieben, die Pannen beim Pflanzenschutz zugegeben haben. Drei Betriebe bleiben bislang anonym. Die Behörden verweisen darauf, dass sie die Unternehmen nicht nennen dürften, da von den Weinen keine Gefahr ausgehe.

Stefan Bönsch ist ein Kleinwinzer, der zuletzt als Küfermeister von Ronald Nüssler in Erscheinungs trat. Nüssler bezeichnet sich als Winemaker und lässt unter eigenem Label sächsische Weine ausbauen, besitzt nach eigenen Angaben aber keine eigenen Rebflächen. Die Trauben hatte er bisher zugekauft. Zudem bietet Bönsch unter dem Dach der sogenannten Gemischten Bude in Radebeul, einer Vereinigung von weniger bekannten Klein- und Kleinstwinzern, eigene Weine an. Bönschs Weine genießen in der Branche einen guten Ruf. Der offene Brief ist unter www.stefan-boensch.de nachzulesen.

Von Lars Müller

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