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Dresdner Wach- und Sicherungsinstitut gerät ins Trudeln

Insolvenzantrag trotz guter Auftragslage Dresdner Wach- und Sicherungsinstitut gerät ins Trudeln

Vor einem halben Jahr feierte die Dresdner Wach- und Sicherungsinstitut GmbH (DWSI) ihren 25. Geburtstag. "Heute sind wir Marktführer in Sachsen", so damals Geschäftsführer Ingo Hartmann. Jetzt hat das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt.

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DWSI-Mitarbeiter warten seit Tagen auf ihren Lohn.

Quelle: dpa

Dresden. Vor einem halben Jahr feierte die Dresdner Wach- und Sicherungsinstitut GmbH (DWSI) ihren 25. Geburtstag. Sie habe sich seit ihrer Gründung zu einem sachsenweit agierenden mittelständischen Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern in Dresden und den Niederlassungen in Löbau, Neustadt, Kamenz, Großenhain, Leipzig und Marienberg entwickelt. "Heute sind wir Marktführer in Sachsen", so damals Geschäftsführer Ingo Hartmann gegenüber DNN stolz. Sachsenweit habe DWSI mehr als 4000 Auftraggeber, sei in über 5000 Objekten eingesetzt und suche aktuell 55 Mitarbeiter. Jetzt hat die DWSI "Antrag auf Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt", so Birgit Keeve, Pressesprecherin am Amtsgericht. DWSI-Mitarbeiter warten seit Tagen auf ihren Lohn.

Eine nähere Erklärung liefert die DNZ Holding GmbH, ebenfalls mit Sitz in Dresden. Zu dieser gehört die DWSI seit 2008 nach dem Verkauf durch die ursprünglichen Anteilseigner. Auch die Holding hat beim Amtsgericht Dresden einen Insolvenzantrag gestellt. "Hintergrund sind hohe Kreditverbindlichkeiten, die im Wesentlichen durch Firmenzukäufe der Gruppe bis 2008 im Rahmen der damaligen Expansionsstrategie entstanden sind. In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld mit eher niedrigen Margen gelang es trotz positiver operativer Ergebnisse der Einzelgesellschaften in den letzten Jahren nicht, diese Kreditverbindlichkeiten wesentlich zu reduzieren", heißt es in einer Pressemitteilung der DNZ Holding GmbH.

"Um die profitablen Tochtergesellschaften zu schützen, haben die Unternehmen jeweils eigene Insolvenzanträge gestellt und eine Durchführung des Verfahrens in Eigenverwaltung beantragt, was vom Amtsgericht Dresden auch bestätigt wurde."

Die Gruppe befinde sich seit 2012 in einem Restrukturierungsprozess. Ziel sei der Verkauf der Gruppe gewesen, "um die Kreditverbindlichkeiten der Holding im zweistelligen Millionenbetrag zurückführen zu können". Der Verkauf sei jedoch vor wenigen Tagen "aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen der Parteien" gescheitert. Damit sei die "mittelfristige Durchfinanzierung der DNZ Holding" nicht mehr gewährleistet.

Für das operative Geschäft der DWSI habe der Insolvenzantrag keine Auswirkungen, hieß es auf Anfrage von der mit der Öffentlichkeitsarbeit beauftragten BSK GmbH. Sämtliche Aufträge würden uneingeschränkt erfüllt, "die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter bleiben bestehen", so Jutta Lorberg von BSK gegenüber DNN. Bei der Lohnzahlung habe es "eine Verschiebung um wenige Tage" gegeben. Die Mitarbeiter seien informiert, "bekommen auf jeden Fall ihr Geld".

Die Tochtergesellschaften der DNZ-Gruppe seien profitabel und hätten 2015 Umsatz und Ergebnis steigern können. "Wir sind überzeugt, dass sie das Eigenverwaltungsverfahren aufgrund der starken wirtschaftlichen Basis nicht lange in Anspruch nehmen müssen", wird in der Pressemitteilung Rechtsanwalt Gerrit Hölzle zitiert. Ihn holte man als Geschäftsführer mit ins Boot, denn er verfüge über weitreichende Erfahrung in Eigenverwaltungsverfahren. "Die Gruppe soll als Ganzes erhalten bleiben", so die Auskunft gegenüber DNN.

Catrin Steinbach

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