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Dresdner Verkehrsbetriebe setzen auf Anzeigen ohne Stromkabel

Technikneuerung Dresdner Verkehrsbetriebe setzen auf Anzeigen ohne Stromkabel

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) setzen ab sofort auf Halltestellenanzeigen, die keine permanente Stromversorgung benötigen. Diese Geräte kommen bis zu drei Jahre mit einem Akku aus.

Die neue LCD-Anzeigen sind auch bei Sonne gut zu lesen und werden hinterleuchtet, wenn es dunkel ist.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) kaufen 150 LCD-Anzeigen für ihre Haltestelle. Diese Geräte sollen vor allem an Haltstellen eingesetzt werden, an denen nur wenige Linien vorbeikommen, denn sie haben nicht mehr als zwei Zeilen. Ihr Vorteil: Sie sind absolut autark. Es braucht keine Strom- und Datenkabel, um sie anzusteuern. Die Flüssigkristallanzeigen werden mit Akkus betrieben, die bis zu drei Jahre halten und die Abfahrtszeiten werden via Handynetz automatisch übermittelt. Damit eignen sie sich zum Beispiel für Haltestellen an entlegenen Orten oder dort, wo es besonders aufwendig wäre, Strom- und Datenkabel zu verlegen.

Den Auftakt machten die DVB gestern an der Haltestelle „Schweizer Straße“ der Buslinie 62. Weitere 17 Flüssigkristallanzeigen sollen an anderen Haltestellen der Linie 62 folgen und bis Ende 2018 alle 150 Geräte montiert sein. Sie sollen unter anderem an Haltestellen der Linie 4 in Radebeul, Coswig und Weinböhla montiert werden.

Jede der neuen Anzeigen kostet rund 3000 Euro, sagte DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. Zum Vergleich: Allein die Erdarbeiten für eine konventionelle LED-Anzeige, die an das Stromnetz und das Datennetz der DVB angeschlossen werden muss, kosten leicht das Doppelte. Dazu kommen die Planung und die Abstimmung mit anderen Firmen, deren Kabel und Rohre im Boden liegen.

Hemmersbach und seine Mitarbeiter bei den DVB schätzen deshalb ganz besonders die einfache Installation der Geräte, die vom Betriebsleitsystem der DVB mit Daten „gefüttert“ werden. Allerdings machen diese Daten einen Umweg: Von Dresden gehen sie nach Schweden und von dort via Mobilfunk im passenden Format an die Haltestellen. Dieser Umweg kommt zustande, weil das System, auf das die DVB setzen, von einer schwedischen Firma stammt.

Auf die herkömmlichen LED-Geräte wollen die Verkehrsbetriebe aber nicht verzichten. Sie werden dort gebraucht, wo viele Linien fahren: Zum Beispiel an den Haltestellen am Pirnaischen Platz, am Postplatz und am Albertplatz. 77 solche Anzeigen haben die Verkehrsbetriebe. Insgesamt gibt es 363 Anzeigegeräte an DVB-Haltestellen. Dazu kommen nun die 150 neuen Geräte auf Flüssigkristall-Basis, die auch eine Laufschrift darstellen können. So ist es möglich, neben Ankunftszeiten auch Störungsinfos zu übermitteln.

Von Christoph Springer

Dresden, Schweizer Straße 51.0396856 13.7246132
Dresden, Schweizer Straße
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