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Dresdner Verein Arche Nova: “Bilder aus dem Zeltlager gehen uns sehr nah!“

Dresdner Verein Arche Nova: “Bilder aus dem Zeltlager gehen uns sehr nah!“

„Die Bilder aus der Dresdner Zeltstadt gehen uns gerade sehr nah, dort herrschen teilweise schlimmere Zustände als bei unseren Einsätze im Irak“, so schildert Arche Nova-Sprecherin Anna-Luise Sonnenberg ihre Eindrücke aus Dresden.

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Quelle: Arche Nova e.V.

Die Hilfsorganisation Arche Nova – Initiative für Menschen in Not e.V. engagiert sich für Menschen, die von humanitären Krisen betroffen sind. Syrien, Nordirak, Myanmar und Mali zählten im vergangenen Jahr zu den Einsatzländern.

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Eindrücke von der Zeltstadt für Flüchtlinge an der Bremer Straße in Dresden.

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Auch im Dresdner Zeltlager wollte sich die Initiative engagieren, nahm Kontakt mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) auf, doch erhielt eine Absage.  Es gäbe derzeit keine Möglichkeit zur Mitarbeit, hieß es vom DRK.    Die Initiative unterstützte bereits seit Dezember vergangenen Jahres mit insgesamt 6000 Euro aus dem Sachmittelfonds verschiedene Projekte für Migranten in Dresden. 500 Euro erhielten unter anderem der Jugendclub Spike und das Projekt „Bike for Refugees“.

„2014 ist das Thema Flucht und Migration bei uns in Deutschland angekommen. Die Flüchtlinge sind nicht mehr nur Bilder aus dem Fernsehen oder Zahlen in Statistiken – nein, sie stehen nun vor Einrichtungen in Dresden, Chemnitz, Meißen oder Freital“, so Geschäftsführer Sven Seifert. Der Verein stehe für einen humanen Umgang mit den Betroffenen und das demokratische Prinzip des Minderheitenschutzes. Mit dem Bildungsprojekt „Eine Welt = Deine Welt“ ist die Initiative an Schulen in Sachsen, Berlin und Brandenburg unterwegs, um den Schüler die Themen Flucht und Migration näher zu bringen.  

2014 unterstützte die Hilfsorganisation 538.000 Menschen, die als sogenannte Binnenflüchtlinge oder Einwohner in den Konfliktzonen ihrer Heimatländer gefangen waren, heißt es in der Jahresbilanz des Vereins. Am präsentesten war Arche Nova nach eigenen Angaben in Syrien. Der Verein versorgte rund 37.000 Menschen täglich mit Brot und  verteilte 42.000 Lebensmittelpakete an Familien.  

Im Herbst 2014 startete ein Nothilfe-Einsatz im Nordirak, dort wurden etwa 20.000 Binnenflüchtlinge in Übergangssiedlungen mit Wasser versorgt und durch ein mobiles Gesundheitsteam betreut. „Wir müssen immer öfter dort Hilfe leisten, wo Menschen in Folge gewalttätiger Konflikte in Not geraten“, sagt Sven Seifert. „2014 war ein Katastrophenjahr mit einem traurigen Rekord: Noch nie zuvor seit dem zweiten Weltkrieg waren so viele Menschen auf der Flucht oder wurden zu Binnenflüchtlingen im eigenen Land und das alles ohne ein einziges großes Erdbeben oder einen verheerenden Taifun.“ Im Zuge dieser Krisen habe Arche Nova sein Engagement in der humanitären Hilfe und Übergangshilfe verstärkt.  

Die Gesamteinnahmen des Vereins lagen 2014 bei rund zehn Millionen Euro und damit 69 Prozent über dem Vorjahreswert. Davon hat Arche Nova sechs Millionen Euro für Auslandsprojekte in 13 Ländern, 1.574.100 Euro im Fluthilfeprogramm und 207.000 Euro im Bildungsprogramm ausgegeben. Der Anteil der Ausgaben für allgemeine Verwaltung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit an den Gesamtausgaben des Vereins lag mit 261.800 Euro bei  3,25 Prozent. Arche Nova trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Julia Vollmer

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