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Dresdner Studentenwerk wartet auf Genehmigung für Interimsmensa

Dresdner Studentenwerk wartet auf Genehmigung für Interimsmensa

Die Neue Mensa in der Bergstraße ist marode. Aus diesem Grund soll ab Oktober eine Interimsmensa gebaut werden, die ab Januar nächsten Jahres die Essensversorgung übernimmt.

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Das Gebäude der Neuen Mensa in der Bergstraße.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Obwohl jedoch der Verwaltungsrat des Studentenwerks diese Entscheidung bereits getroffen hat, gibt es noch immer zahlreiche Fragezeichen.  

„Bisher ist noch nichts hundertprozentig sicher“, sagt Geschäftsführer Martin Richter und fügt an: „Wir benötigen noch die Genehmigung des Wissenschaftsministeriums. Außerdem gibt es für den von uns favorisierten Standort auf der Wiese vor dem Willers-Bau  Probleme mit dem Denkmalschutz“, erläutert der Geschäftsführer. Der Staatsbetrieb Sächsisches Bau- und Immobilienmanagement (SIB), der für den Freistaat Sachsen die Immobilien verwaltet und die Bauarbeiten plane, habe aus diesem Grund bisher keine Baugenehmigung bekommen, so Richter.  

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Etwa 21 Millionen soll die Sanierung des Gebäudes kosten.

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Dennoch drängt die Zeit. Die Neue Mensa bereitet immer größere Probleme. „Das Haus ist vollkommen verschlissen. Erst vor kurzem mussten wir für die Küche einen Lüftungsmotor aus DDR-Zeiten auftreiben, weil neue Geräte nicht eingebaut werden können“, sagt Martin Richter. Die Betriebssicherheit sei auf Dauer nicht gewährleistet, weil man in Anbetracht desolater Haustechnik und veralteter Wasser- und Heizungsrohre nie genau wisse, wann es Probleme gibt.  

Das Geld für die Interimsmensa muss das Studentenwerk übrigens aus dem eigenen Etat bestreiten. „Wir haben zwar im Wissenschaftsministerium um Unterstützung gebeten. Eine Antwort steht aber noch aus“, so Richter, der mit Kosten im sechsstelligen Bereich rechnet. Die Mensa soll in Leichtbauweise über zwei Etagen gebaut werden und voraussichtlich ab Anfang nächsten Jahres die Essensversorgung für bis zu 4500 Studenten täglich übernehmen. Ob zeitgleich die Sanierung der 1981 fertig gestellten Neuen Mensa beginnt, steht noch in den Sternen. „Seit 2005 ist die Sanierung als Leertitel im sächsischen Landeshaushalt eingestellt. Im Baubudget des SIB geht es aber nach Priorität und da sind wir bisher nicht zum Zuge gekommen“, bedauert Martin Richter. Bei einem Leertitel handelt es sich um ein Vorhaben, das zwar im Haushalt vorgesehen ist, wofür aber kein Geld zur Verfügung steht.  

Anders als bei den Verantwortlichen sind die Mängel der Mensa den Studenten nicht immer bewusst. „Mir sind keine sichtbaren Mängel aufgefallen. Ich habe aber auch nicht darauf geachtet“, sagt der 22-jährige Marius Müller, der an der TU Dresden Verkehrs-ingenieurswesen studiert. Ihn störe vielmehr die räumliche Aufteilung. „Man muss sich immer gleich für ein Essen entscheiden und den entsprechenden Aufgang wählen. In der Alten Mensa kann man hingegen von Stand zu Stand gehen und dann auswählen“, so Müller.  

Keine Probleme mit der Neuen Mensa hat auch der Philosophiestudent Tommy Rülke. „Rein optisch habe ich keine Missstände bemerkt. Nur der Geruch ist auffällig. Wenn man aus Richtung SLUB oder Willers-Bau kommt, gibt es nicht selten einen starken Essensgeruch. Bis ich von der defekten Technik gehört habe, dachte ich, das wäre normal“, berichtet der 25-Jährige.  

Eher logistische Problem mit der Neuen Mensa hat ebenfalls Maike Schrickel: „Bei einer Sanierung sollte man unbedingt die Kassen anders platzieren, damit die Wartezeiten verringert werden. Außerdem ist es ungünstig, dass es Pasta- und Wokgerichte an einer Theke gibt und sich die Leute daher gegenseitig blockieren“, betont die 25-jährige Verkehrswirtschaftsstudentin. Sonstige Problem oder Gerüche hätte sie aber nicht wahrgenommen. Obwohl das Gebäude nicht schön sei, habe es gute Angebote wie zum Beispiel die Salattheke, so Schrickel.

Stephan Hönigschmid

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