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Dresdner Steinmetzfirma verklagt Preußen-Stiftung

Dresdner Steinmetzfirma verklagt Preußen-Stiftung

Es mutet an wie der Kampf zwischen David und Goliath: Die Firma "Schubert Steinmetz und Steinbildhauer GmbH" aus Dresden-Rähnitz verklagt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG).

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Weil die Säulen der Kolonnaden am Neuen Palais in Potsdam schiefer waren als gedacht, geriet eine Dresdner Steinmetzfirma bei der Sanierung des Ensembles in Zeitverzug. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten will deshalb nicht das volle Geld zahlen. Das wollen die Sachsen nicht hinnehmen.

Quelle: Bernd Settnik/dpa

Dresden . Dresden (DNN). Es mutet an wie der Kampf zwischen David und Goliath: Die Firma "Schubert Steinmetz und Steinbildhauer GmbH" aus Dresden-Rähnitz verklagt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG). Das mittelständische Unternehmen mit etwa 20 Mitarbeitern zieht vor Gericht gegen eine Institution, deren 500 Angestellte für rund 300 Anlagen in Brandenburg und Berlin verantwortlich sind. Zu den Liegenschaften, die die SPSG betreut, gehört auch der weltberühmte Park Sanssouci, und genau hier liegt auch die Wurzel des Rechtsstreits. Wie eine Mitarbeiterin der Dresdner Steinmetzfirma gestern auf DNN-Anfrage bestätigte, will Firmenchef Sven Schubert Außenstände in Höhe von mehr als 200 000 Euro für Leistungen einklagen, die das Unternehmen bei der Sanierung der Kolonnaden am Neuen Palais erbracht habe.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten wiederum war bislang nicht bereit, die offenen Rechnungen zu begleichen. Zu den Hintergründen wollte sich Schubert gestern mit Verweis auf das laufende Gerichtsverfahren nicht äußern, gegenüber der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" erklärte er jedoch vor Kurzem: "Wir haben ordentlich gearbeitet und wollen unser Geld." Er habe den 2009 übernommenen Auftrag mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro nicht zu Ende ausgeführt, weil die Säulen der Nordkolonnaden neben den so genannten Communs schiefer als gedacht waren und zunächst begradigt werden mussten. "Damit wurden wir aber erst im Nachtrag beauftragt, mussten völlig neu planen, eine aufwändige Sache", erklärte Schubert. Aus seiner Sicht versucht die SPSG, den entstandenen Zeitverzug ihm "in die Schuhe zu schieben". Ayhan Ayrilmaz, der als leitender Architekt bei der Schlösserstiftung arbeitet, verteidigt die aufgemachten Gegenforderungen, schließlich verbaue man Steuergelder.

Probleme mit einer anderen Potsdamer Baustelle hatte die in Pirna ansässige Sächsische Sandsteinwerke GmbH erst vor einigen Wochen in die Insolvenz (DNN berichteten) getrieben. In diesem Fall ging es um unbezahlte Rechnungen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des historischen Stadtschlosses.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2012

Christoph Stephan

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