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Dresdner Stadtrat beschließt Sanierung des DVB-Hochhauses

Dresdner Stadtrat beschließt Sanierung des DVB-Hochhauses

Das langjährige Ringen um die Sanierung des früheren DVB-Hochhauses am Albertplatz hat endlich ein Ende: Die überarbeiteten Pläne des Einzelhandelsriesen Edeka und des Franchise-Nehmers Peter Simmel zum Bau eines Einkaufszentrums und eines Bürgerhauses sind am Donnerstagabend im Stadtrat mit nur 31 Stimmen von CDU und FDP abgenickt worden.

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Das sogeannte DVB-Hochhaus am Dresdner Albertplatz.

Quelle: Stephan Lohse

SPD, Grüne und Bürger enthielten sich.

Erst kurz zuvor war die letzte freie Grundstücksfläche in den Besitz von Edeka gelangt. Und erst kurz vor der Stadtratssitzung war der so genannte Durchführungsvertrag unterschrieben worden, der die Details zwischen Investor und Stadt regelt. Um nicht wieder in Planungsverzug zu geraten, wurde diese ungewöhnliche Variante gewählt, die nicht zur Vorlage gehörte, aber den Stadträten zur Kenntnis übermittelt wurde.

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Bauzäune mit teilweise zerfledderten und veralteten Plakaten umringen das Gebäude.

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Der Durchführungsvertrag bestimmt beispielsweise die Reduzierung der Verkaufsfläche von bisher geplanten 7000 auf 5800 Quadratmeter sowie die lange herbeigesehnte Sanierung des früheren DVB-Hochhauses, das älteste Bürohochhaus Dresdens und eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude der Dresdner Vorkriegsmoderne. Es wurde 1929 nach Plänen von Hermann Paulick für die Sächsische Staatsbank errichtet.

In der Vorlage steht nun eine Verkaufsfläche von 7000 Quadratmetern, im Vertrag 5800. Weil die Stadt durch diese Vertragskonstruktion nicht ausschließen könne, dass sich der Investor aus dem Vertrag noch herauswinde, versagte Tilo Wirtz (Linke) seine Zustimmung. Die Linke wollte die Verkaufsfläche auf 4500 Quadratmeter beschränken und einen Architektenwettbewerb für die Fassadengestaltung, scheiterte damit jedoch ebenso an CDU, FDP und Bürger wie die Fraktion Grüne mit ihren 4800 Quadratmetern. SPD-Stadtrat Axel Bergmann nannte das Edeka-Projekt ein Lehrstück für das Versagen stadtplanerischer Steuerung. Die Verkaufsfläche liege über allen Gutachten der Stadt. Seine Fraktion werde weiterhin gegen Globus und für eine kleinteilige, lebendige Einzelhandelsstruktur kämpfen.

Es sei aberwitzig zu denken, dass der Einzelhandel in der Neustadt wegen 1000 Quadratmetern mehr kaputt gehe, sagte Hans-Joachim Brauns (CDU). Dresden wachse weiter, der Albert-Tower werde die Bedürfnisse der Neustädter befriedigen. Matteo Böhme (FDP) freute sich darüber, dass jetzt endlich saniert werden könne. Das Projekt am Albertplatz eigne sich gut als Handelsstandort. Edeka will auf dem Areal ein Einkaufszentrum mit Supermarkt (3500 Quadratmeter), Tiefgarage (450 Plätze) und kleinen Geschäften bauen. In das Hochhaus sollen Büros und Gastronomie einziehen.

Edeka-Franchise-Nehmer Peter Simmel will ab Montag mit der Beauftragung der Sanierung von Dach und Fenstern beginnen. Das komplette 30-Millionen-Euro-Projekt soll Mitte 2014 fertig sein.

rare

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