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Dresdner Stadtentwässerung rüstet Nachklärbecken für zwei Millionen Euro um

Klare Verhältnisse Dresdner Stadtentwässerung rüstet Nachklärbecken für zwei Millionen Euro um

Nach einjährigem Umbau ist am 15. März das sechste und damit letzte Nachklärbecken in der Kläranlage Kaditz mit neuer Technologie ausgestattet worden. Damit fließt künftig Wasser aus der Anlage in die Elbe, das noch einmal um etwa die Hälfte klarer sein wird, als es vorher schon war.

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Nach einjährigem Umbau ist am 15. März das sechste und damit letzte Nachklärbecken in der Kläranlage Kaditz mit neuer Technologie ausgestattet worden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. In Kaditz herrschen künftig klare Verhältnisse: Nach einjährigem Umbau ist am 15. März das sechste und damit letzte Nachklärbecken in der Kläranlage Kaditz mit neuer Technologie ausgestattet worden. „Damit fließt künftig Wasser aus der Anlage in die Elbe, das noch einmal um etwa die Hälfte klarer sein wird, als es vorher schon war“, betont Ralf Strothteicher, Technischer Leiter der Stadtentwässerung Dresden.

Wissen muss man zunächst, dass in den Nachklärbecken gereinigtes Wasser vom Belebtschlamm getrennt wird, um anschließend in die Elbe geleitet zu werden. Zuvor hat es schon mehrere mechanische Reinigungsstufen durchlaufen. Die Dresdner Firma hydrograv GmbH hat die sechs Becken nacheinander mit der „hydrograv adapt-Technologie“ umgerüstet. „Wir haben das Betoneinlaufbauwerk mit einem höhenveränderlichen Edelstahlmantel ausgestattet, der sich abhängig von der aktuellen Belastung automatisch immer auf die richtige Höhe einstellt“, erläutert Produktmanager Bernd Sternisko. Das Ablaufwasser sei erheblich klarer als früher und schädliche Reststoffe wie Phosphor, Kohlenstoff und Stickstoff, die sich im gereinigten Abwasser befinden, würden deutlich reduziert. Zudem könnten die Becken noch mehr Regenwasser aufnehmen. Die Einlaufbauwerke haben einen Durchmesser von knapp 10 Metern, sind 8,7 Meter hoch und können ihren Edelstahlmantel um fast drei Meter verschieben. Die Teile sind im Taunus vorgefertigt, dann 500 Kilometer weit transportiert und direkt im Becken zusammengesetzt worden. Mehr als 70 Tonnen Edelstahl sind auf der Kaditzer Kläranlage verbaut worden.

Die Firma Firma hydrograv hat das Patent auf dieses System. Die Umrüstung kostet die Dresdner Stadtentwässerung 2,1 Millionen Euro. Die Alternative, eine Sandfiltration, hätte mehr als 30 Millionen Euro gekostet, so Strothteicher. Der Bau von zwei neuen Nachklärbecken wäre erforderlich gewesen.

Das Klärwerk Kaditz ist nach Informationen von Thorsten Fiedler, Sprecher der Stadtentwässerung, die größte Kläranlage im Osten Deutschlands (außerhalb Berlins). Es wurde 2005 fertiggestellt und nimmt die Abwässer von 650 000 Menschen aus Dresden und Umgebung auf. Bei trockenem Wetter strömen 120 000 Kubikmeter Abwasser am Tag in das Werk. Das sind zehn Badewannen pro Sekunde. Bei Regen vervielfacht sich die Menge. Die Stadtentwässerung plant den weiteren Ausbau der Kläranlage bis Ende 2017. „Dresden wächst weiter – das kann man auch am Abwasser ablesen, die Schmutzfrachten steigen wieder an“, so Fiedler.

Von Katrin Richter

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