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Dresdner Stadtentwässerung erhält Millionenpaket von der Helaba Bank

Dresdner Stadtentwässerung erhält Millionenpaket von der Helaba Bank

Die Stadtentwässerung Dresden (SEDD) erhält von der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen einen Kredit über 106,5 Millionen Euro. Die entsprechenden Verträge unterzeichneten jetzt Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und die SEDD-Geschäftsführer Gunda Röstel und Johannes Pohl.

Das teilte gestern Wolfgang Kuß von der Helaba mit. Der Begriff Kredit trifft es indes nicht ganz: Bei dem Geschäft, bei dem auch die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die Sächsische Aufbaubank mit im Boot sind, handelt es sich um die komplizierte Konstruktion einer Forfaitierung.

Bei diesem Finanzgeschäft erhält die SEDD - grob vereinfacht - das Kapital. Die Bank erwirbt dafür einen Anspruch auf die Abwassergebühren. Die Stadt wiederum bürgt für die Schulden ihrer 51-prozentigen Tochter. Dieses Geschäftsmodell hat den großen Vorteil, dass wegen des geringen Ausfallrisikos für die Bank der Zinssatz niedrig ist. Nachteil: Sollte die SEDD in eine wirtschaftliche Schieflage geraten oder ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können, müsste die Stadt trotzdem für die Finanzierung aufkommen. Dieses Risiko kann die Stadt als Mehrheitsgesellschafter der SEDD - 49 Prozent der Anteile hält das Privatunternehmen Gelsenwasser AG - minimieren.

Orosz und Röstel betonten dann auch beim Vertragsabschluss die Vorteile dieser Finanzierungsform für den Gebührenzahler. Damit sei die langfristige Stabilität der Abwassergebühren in der Landeshauptstadt Dresden gewährleistet. Mit den Helaba-Millionen, die bis 2028 zurückgezahlt werden sollen, soll der Investitionsbedarf der SEDD für die Jahre 2013 bis 2017 gesichert werden.

Ähnliche Finanzgeschäfte schloss die Landeshauptstadt für ihr Tochterunternehmen SEDD bereits zweimal ab: 2004 flossen von der Helaba 260 Millionen Euro für die Investitionen der Jahre 2004 bis 2007 sowie den Kaufpreis der Altanlagen. Der Investitionsbedarf von 2009 bis 2013 wurde mit 148 Millionen Euro von der Deutschen Bank sichergestellt.

Die SEDD verfügt über ein Kanalnetz mit einer Länge von 1700 Kilometern und betreibt in Kaditz eine der größten und modernsten Kläranlagen Deutschlands. In der Scharfenberger Straße wird das Abwasser von rund 750 000 Einwohnern aus dem Großraum Dresden gereinigt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.07.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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