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Dresdner Spieleparadies überzeugt in Berlin

Kleinunternehmen „Buntewelt“ vom Bund als Kreativpilot geehrt Dresdner Spieleparadies überzeugt in Berlin

Das Dresdner Gründerteam „Buntewelt“ hat mit seiner Idee vom Spieleparadies für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren den Bundespreis „Kultur- und Kreativpiloten 2016“ erhalten. Für 2017 suchen sie in der sächsischen Landeshauptstadt einen festen Standort, starten aber im April erstmal wieder im Obergeschoss der Neustädter Markthalle.

Die Unternehmer Sebastian Harmel und Daniel Conrad haben gut lachen. In Berlin wurden sie durch die Bundesregierung mit dem Titel Kultur- und Kreativpiloten Deutschland ausgezeichnet.

Quelle: Nils Lentfoehr

Dresden. Spielewelt mal anders und darum preisverdächtig: Keine bunten Bälle, keine Computerballung, kein Plüschmeer. Stattdessen eine interaktive Ausstellung mit mehr als 100 sehr verschiedenen Spielzeugen. Die „Buntewelt“ des Dresdner Firmengründers Sebastian Harmel bietet Kindern zwischen drei und zwölf von Lego, Duplo und Playmobil über Bau- und Konstruktionsspiele bis hin zu asiatischen Robotern und US-Rennautos alles, was sie zum gemeinsamen Spielen brauchen könnten.

Mit diesem Konzept war das Team um Harmel zum bundesweiten Wettbewerb um die Auszeichnung als „Kultur- und Kreativpiloten 2016“ angetreten, hat sich als eines von 32 Gründerteams unter mehr als 600 Mitbewerbern durchgesetzt und die Jury des „u-instituts für unternehmerisches Denken und Handeln“ von seiner Geschäftsidee zu überzeugt. Am 23. November hat „Buntewelt“ als inzwischen fünftes Dresdner Kleinunternehmenden den begehrten Titel erhalten.

„Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ist eine Auszeichnung, die seit 2010 jährlich von der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung an 32 Unternehmen verliehen wird. Die Auszeichnung gilt Ideen und Menschen, die mit ihrem Handeln der Branche Gesicht und Gewicht geben. Organisator der Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ist das Bremer Institut für unternehmerisches Denken und Handeln in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

Sebastian Harmel, der neben Geschichte auch Pädagogik studiert hat, versteht sein Angebot als zeitgenössisches Museum für Spielzeug: „Die jungen Besucher finden in der Buntewelt die allbekannten Klassiker sowie exklusive Technologien. Uns ist es wichtig, dass Kinder Neues entdecken können und weg von der Playstation und dem Fernseher kommen.“ Das Miteinanderspielen fördere erwiesenermaßen die kognitiven Fähigkeiten von Heranwachsenden. Die Unternehmer wollen mit dem Spieleparadies möglichst vielen Kindern einen freien Zugang zu Spielzeug ermöglichen. „Nicht jeder hat das Geld für die neusten Prototypen auf dem Markt“, erklärt Harmel, „unser Autorennspiel Anki Overdrive oder der Roboter von Kami sind schon recht kostenintensiv.“

Von April bis September dieses Jahres gastierte das Kinderparadies auf einer Fläche von 500 Quadratmetern in der Neustädter Markthalle. Für Sebastian Harmel und Daniel Conrad waren die sechs Monate mit Buntewelt ein voller Erfolg: „Jedes Kind ist hier mit einem Lächeln wieder rausgegangen. Unter den aktiven Spielern waren sogar Neustädter Wohngemeinschaften und Großeltern.“

Der Titel „Kultur- und Kreativpiloten“ beschert den Spieleanbietern in den kommenden zwölf Monaten unter anderem ein Mentoring durch Experten sowie eine Reihe von Workshops, in denen sie Strategien für ihr Unternehmen entwickeln können.

Für 2017 sucht das Gründerteam einen festen Standort – es braucht mindestens eine Fläche von 500 bis 1000 Quadratmeter. Langfristig seien auch internationale Standorte vorstellbar. „Unser Konzept funktioniert kulturübergreifend“, so Harmel, „jedes Kind soll die Möglichkeit haben, sich spielerisch zu entfalten. Die Praxis und die Auszeichnung in Berlin haben bewiesen, dass unsere Idee ganz klar einen gesellschaftlichen Mehrwert besitzt.“

Im April 2017 beginnt zunächst die zweite Saison im Obergeschoss der Neustädter Markthalle. Dann sollen Eltern auch die Möglichkeit bekommen, ihre Kinder für einige Stunden in der Buntewelt abzugeben, um selber Wege erledigen zu können. Die Kinderbetreuung erfolge in Kooperation mit dem Dresdner Krümel Babysitterservice.

Von Charlotte Klimas

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