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Dresdner Serumwerk wächst weiter

Dresdner Serumwerk wächst weiter

Wie ein Nachzügler unter Geschwistern scheint sich der jüngste Erweiterungsbau von "GlaxoSmithKline" in Dresden an das bestehende Impfstoffwerk anzuschmiegen.

Von christoph stephan

Die vor einem Jahr begonnenen Bauarbeiten an der Zirkusstraße gehen derzeit in die entscheidende Phase. "In den nächsten Wochen stellen wir planmäßig den Rohbau inklusive Dacheindeckung fertig. Unseren Neubau werden wir, wie geplant, im ersten Quartal 2013 in Betrieb nehmen können", sagt Glaxo-Sprecherin Daniela Sepsi auf DNN-Anfrage.

Das britische Pharmaunternehmen investiert eigenen Angaben zufolge rund 30 Millionen Euro in die Erweiterung. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Verpacken der Medikamente durch den Neubau vereinfacht wird. Auch hinsichtlich der Materialien deuten sich Verbesserungen an. Kunden von "GlaxoSmithKline" können zum Beispiel künftig Impfstoffe in umweltfreundlichen Karton-Blistern kaufen, wie Konzernsprecher Markus Hardenbicker in München mitteilte.

Bis Ende dieses Jahres sollen die Verpackungsmaschinen installiert sein und in Betrieb gehen. Sie kommen ins Erdgeschoss, während die Etagen darüber Platz bieten für Büroflächen. "Die internen Werkstransporte mit Fahrzeugen werden durch die direkte Anbindung des Neubaus an das bestehende werksinterne Lager reduziert", erklärt Hardenbicker.

Ungeachtet der laufenden Bauarbeiten ist noch immer keine Entscheidung zur Bebauung des Güntzbad-Areals gefallen. Der Geschäftsführer von "GlaxoSmithKline" in Dresden, Peter Schu, erläuterte bereits im Juli 2008 in einem DNN-Gespräch Pläne des Unternehmens, auf einer Fläche an der Steinstraße gegenüber dem Stammhaus ein modernes Labor-, Büro- und Produktionsgebäude zu errichten. Dort soll an Zellkulturtechnologien geforscht werden, die bei der Herstellung von Impfstoff langfristig gesehen eine Alternative zum derzeitigen Rohstoff Hühnerei sein könnten. Während der Ortsbeirat Altstadt diesen Erweiterungsplänen im Januar 2010 zustimmte, haben die ganz großen Glaxo-Bosse noch kein grünes Licht gegeben. Denn Dresden konkurriert hinsichtlich des Zuschlages für die Zellkulturtechnologieforschung konzernintern mit dem kanadischen Standort Laval.

- 1908 richtet der Dresdner Industrielle Karl August Lingner eine bakteriologische Abteilung innerhalb der "Dresdner Chemische Laboratorium Lingner GmbH" ein.

- 1911 wird das Sächsische Serumwerk und Institut für Bakteriotherapie gegründet.

- 1936 umfasst das Sortiment 90 Präparate: Impfstoffe, antitoxische Seren, Arzneimittel und diagnostische Tests.

- 1972 Verstaatlichung des Serumwerks

- 1992 Übernahme des Unternehmens durch den britischen Arzneimittelhersteller "SmithKlineBeecham"

- Durch die Fusion der Unternehmen "Glaxo Wellcome" und "SmithKline- Beecham" wird das Serumwerk im Jahr 2000 Teil des Unternehmens "Glaxo-SmithKline".

- Erste Chargen des weltweit ersten präpandemischen Grippe-Impfstoffs für die Schweiz und Luxemburg wurden in Dresden hergestellt

- Die Zusammensetzung des aus drei Virusstämmen hergestellten Grippe-Impfstoffs ändert sich jedes Jahr und wird zentral von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt.

- Ausgangsstoff für die Herstellung des Impfstoffs sind Eier.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.05.2012

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