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Dresdner Rathaus könnte Flüchtlingsunterkunft werden

Dresdner Rathaus könnte Flüchtlingsunterkunft werden

Das Dresdner Rathaus könnte ab März 2016 Notunterkunft für Flüchtlinge werden. Das bestätigt Stadtsprecher Kai Schulz am Mittwoch auf DNN-Anfrage. Konkret könnten sowohl der Festsaal als auch der Plenarsaal als Räume dienen.

Dresden. Das Dresdner Rathaus könnte ab März 2016 Notunterkunft für Flüchtlinge werden. Das bestätigt Stadtsprecher Kai Schulz am Mittwoch auf DNN-Anfrage. Zuerst hatte die Dresdner Morgenpost darüber berichtet. Konkret könnten sowohl der Festsaal als auch der Plenarsaal als Räume dienen. In beiden Räumen wird aber derzeit noch gebaut, so die Stadt. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Rathausräume aber in das Notfallkonzept der Stadt integriert und bei Bedarf belegt. "Sobald es Bedarf gibt, die Räume für Asylbewerber zu nutzen, werden wir das dann tun", so Schulz. Die Räume im Rathaus sollen aber nur als Notunterkunft dienen, wenn alle anderen Kapazitäten ausgeschöpft sind.

Wie die DNN berichteten, hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Montag die Dresdner um Unterstützung bei der Unterbringung von Flüchtlingen gebeten. Da die Zahl der in Dresden Schutz suchenden Menschen weiter steige, bittet Hilbert die Dresdner, der Verwaltung freie Wohnungen und Immobilien zur Vermietung anzubieten. Vordergründig sollen Familien und Frauen darin untergebracht werden. Vermieter könnten auch Wünsche äußern, welche Personengruppen untergebracht werden sollen.

Gesucht werden laut Stadtverwaltung Wohnungen aller Größen, einzelne Zimmer, Objekte mit vielen Zimmern und Sanitärbereichen wie ehemalige Wohnheime, Ferienobjekte oder Schulungsgebäude. Die angebotenen Räume und Immobilien sollten in einem nutzbaren Zustand, oder kurzfristig in diesen Zustand zu versetzten sein.

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Dresden kommen, soll weiter steigen. Dresden muss in diesem Jahr laut Landesdirektion Sachsen noch 4794 Asylbewerber aufnehmen. Offiziell ist laut LDS-Sprecher Holm Felber die Klärung der Verteilung von Asylbewerbern auf die Kommunen noch nicht abgeschlossen. Aber aus den internen Zahlen der LDS, die den Landkreisen und kreisfreien Städten bereits vergangene Woche mitgeteilt wurden, geht hervor: Im November kommen 392 Asylbewerber nach Dresden - 98 pro Woche. Im Dezember dagegen sollen es 1470 Personen werden, berichtete die DNN am Dienstag.

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