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Dresdner Plattform "washabich.de" bekommt Preis

Dresdner Plattform "washabich.de" bekommt Preis

Die Dresdner Medizinstudenten-Initiative "Was hab' ich?" wird mit dem Publikumspreis der Bayer-Stiftung ausgezeichnet. In einer Internet-Befragung hat das Portal, das medizinische Befunde in leicht verständliche Sprache übersetzt, die meisten Stimmen der über 132 Bewerber erhalten.

"Die Auszeichnung ist eine tolle Bestätigung, nicht nur für uns Gründer, sondern für das gesamte ehrenamtliche Team, das dahinter steht", sagte Ansgar Jonietz, Mitbegründer der Webseite "washabich.de". Für den Publikumspreis bekommt das Portal insgesamt 5000 Euro. Patienten können sich mit ihren medizinischen Diagnosen, die in lateinischer Sprache verfasst sind, an die Mitarbeiter von "washabich.de" wenden. Von den Mitarbeitern bekommen sie eine kostenfreie Übersetzung.

Zusätzlich ist das Dresdner Webangebot mit zehn anderen Initiativen für den Jurypreis nominiert. Die Gewinner werden am 13. Mai bei der Preisverleihung in der Stadt Dormagen bekannt gegeben. Gekürt werden medizinische Beratungs- und Hilfsangebote, die Versorgungslücken schließen. Der erste Platz ist mit 15 000 Euro, der zweite Platz mit 10 000 Euro und der dritte Platz mit 5000 Euro dotiert.

Der Preis ist mittlerweile die 13. Auszeichnung für die Gründer der Online-Plattform. Mit ihrer Idee haben sie den Nerv der Zeit getroffen. Über 16 000 Befunde wurden von dem "washabich"-Team seit dem Projektstart im Januar 2011 übersetzt. In der Woche wird die Webseite in Ärzte-Netzwerken über 90 000 Mal aufgerufen, externe Nutzer klicken www.washabich.de über 40 000 Mal pro Woche an. "Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet", sagte Jonietz. Knapp 1000 Medizinstudenten der höheren Semester helfen, die für Laien unlesbaren medizinischen Befunde zu übersetzen. Ärzte und Oberärzte geben ihnen dafür medizinischen Rückhalt.

Mit dem Geld möchte die Initiative Server und Büroräume bezahlen. Weil die Übersetzung kostenfrei ist, sind die Betreiber auf Preisgelder angewiesen, um die Plattform zu verwalten. In Zukunft hoffen die Dresdner, mit Akteuren aus dem Gesundheitswesen zusammenzuarbeiten. "Ziel ist es, unser Projekt auf solide Beine zu stellen und eine Sockelfinanzierung zu sichern", sagte Jonietz. Niemand habe damals geahnt, dass aus einer bescheidenen studentischen Idee eine erfolgreiche bundesweite Initiative mit zahlreichen Mitarbeitern würde .

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.02.2014

Katrin Tominski

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