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Dresdner Philharmonie bespielt künftig den Kulturpalast

Eröffnung am 28. April Dresdner Philharmonie bespielt künftig den Kulturpalast

Die Dresdner Philharmonie soll die Hoheit über den Konzertsaal des Kulturpalastes erhalten. So sieht es das Betreibungs- und Bespielungskonzept vor, das Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch jetzt vorgestellt hat. Einnahmen aus der Vermietung des Saales soll die Philharmonie behalten.

Schöner neuer Kulturpalast: Die Philharmonie soll das Gebäude bespielen.
 

Quelle: PR

Dresden. Die Dresdner Philharmonie wird für das künstlerische Konzept des Kulturpalastes verantwortlich sein. Das schlägt jetzt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) dem Stadtrat vor. Dabei soll die Philharmonie nicht nur eigene Angebote unterbreiten, sondern den Konzertsaal auch an Dritte weitervermieten. Partner dabei sollen die städtische Messe GmbH, die Erfahrungen mit Konzerten der Unterhaltungsmusik hat, aber auch die Dresdner Musikfestspiele sowie private Konzertveranstalter sein.

Die Einnahmen aus der Vermietung des Saales soll die Philharmonie behalten. Das Orchester soll pro Jahr 1,5 Millionen Euro Mehreinnahmen erzielen. Möglich wird das laut Intendantin Frauke Roth durch die im Vergleich zum jetzigen Zustand größere Platzkapazität, höhere Eintrittspreise und Gastkonzerte mit exzellenten Künstlern, für die sehr hohe Eintrittspreise verlangt werden können. Für die Bespielung erhält die Philharmonie 14 neue Stellen, die anteilig mit den Mehreinnahmen finanziert werden sollen.

Als Nutzer für den großen Saal bieten sich die Städtischen Bibliotheken an, die auch in den Kulturpalast einziehen und Lesungen mit bekannten Autoren veranstalten wollen. „Wir haben unter anderem Elke Heidenreich angefragt und planen neben zwei Lesungen im nächsten Jahr auch ein Literaturfest“, erklärte Arend Flemming, Leiter der Bibliotheken.

Für die Betreibung des Kulturpalastes soll die Kommunale Immobilien & Co KG GmbH (KID) verantwortlich sein, die das Gebäude gegenwärtig umbaut. „Wir werden dafür sorgen, dass es warm, trocken und sauber in dem Haus ist“, kündigte KID-Geschäftsführer Axel Walther an. Ein Objektleiter, sieben Haustechniker und ein Hausmeister werde die KID einstellen.

Die KID vermietet den Kulturpalast an seine Nutzer und rechnet mit jährlichen Betreibungskosten von 4,5 Millionen Euro. Das sind etwa 2,5 Millionen Euro mehr als vor dem Umbau, damals waren aber nicht alle Kosten wie Grundsteuer und Versicherungen erfasst worden. Die Philharmonie wird rund 2,5 Millionen Euro für Betriebskosten zahlen. Erhält der Klangkörper in diesem Jahr einen Zuschuss von 14,9 Millionen Euro, so werden es 2018 rund 18,6 Millionen Euro sein, kündigte die Kulturbürgermeisterin an. Der Etat der Bibliotheken steigt dagegen laut Flemming von 11,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr im Jahr 2018 lediglich um 385 000 Euro. „Dafür erhalten wir erstmals nach 1945 in Dresden eine Zentralbibliothek.“

Der Kulturpalast soll am 28. April 2017 mit einem Festakt eingeweiht werden. Laut Walther liegt der Umbau sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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