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Dresdner Pärchen lässt sich für ZDF-Doku "Make Love" beim Sex filmen

Dresdner Pärchen lässt sich für ZDF-Doku "Make Love" beim Sex filmen

Kameras, Regieassistenten, Maskenbildner, ein knisternder Kamin – ein Raum voller Menschen und mitten auf einem ausgeleuchteten Bett ein Paar beim Liebesakt.

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Quelle: Anja Schneider

Die Liebenden, die dort auf dem Bett liegen, sind die Dresdner Steffi Köhler und Erik Engelhardt. Sie waren in der vergangenen Woche das Modell-Paar für eine Folge der ZDF-Doku „Make Love – Liebe machen kann man lernen“.

Die Sendung hat für Furore gesorgt. Mit 2,51 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 11,8 Prozent hat die Aufklärungsserie um 22.15 Uhr sogar mehr Publikum als die Tagesthemen erreicht. Bei „Make Love“ kommen echte Paare mit echten Problem zu Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning und lassen sich von ihr erklären, wie Liebe geht. Mit Fingerspitzengefühl diskutiert sie mit den Paaren und zeigt, wie das Sexualleben deutlich verbessert werden kann. Als „Anschauungsmaterial“ zeigt sie ein Liebespaar im Akt.

Seit dreieinhalb Jahren sind Steffi Köhler aus Dresden und ihr Partner Erik Engelhardt aus Leipzig ein Paar. In Berlin haben sie in den intimsten Momenten vor der Kamera – man kann schon sagen – gelegen. Auf die Sendung aufmerksam geworden sind sie vor einigen Monaten. „Die Sendung hat eine gute Aufgabe“, findet Erik Engelhardt. „Es ist ein beherztes Aufklärungsformat und kein Schund.“

Gedreht wurde innerhalb von zwei Tagen. Sein Liebeslager durfte sich das Paar nach ihren eigenen Wünschen herrichten. Gearbeitet wurde nach Drehbuch. „Wir haben einige Regieanweisungen bekommen, hatten aber trotzdem noch Mitspracherecht“, erzählt Steffi Köhler. „Wir waren uns einig, das Liebesspiel in einer fließenden Situation umzusetzen.“ Sie zeigten Berührungen, Gespräche und tauschten intime Blicke – vor laufender Kamera. Das Lampenfieber kam erst, als das rote Licht der Kamera leuchtete, erinnert sich Erik. „Es war uns von Anfang klar, dass das kein Porno-Dreh war. Wir mussten keine Leistungen erbringen, sondern einfach nur so sein, wie wir als Paar sind“, erzählt er. „Es ist schon sehr nah an dem dran, wie wir Liebe machen.“

Die Tipps und Tricks, die während der Sendung erklärt wurden, waren für Erik und Steffi kein Neuland. Die beiden bieten in Workshops Yoga für Liebende. Einiges von ihrem Wissen über tantrische und yogische Praktiken konnte das Paar mit in die Sendung einfließen lassen. Trotz der familiären Stimmung am Set fiel es Erik anfänglich schwer, sich mit ganzem Einsatz auf seine Partnerin zu konzentrieren. „Im Fernsehen sieht man ja nur uns als Paar und niemanden drum herum. Die Herausforderung dabei war, all die Leute im Raum auszublenden, sich komplett auf das Liebesspiel einzulassen.“

Einen wertvollen Tipp zum Arbeiten vor der Kamera bekam er übrigens ausgerechnet von einem Pornodarsteller auf der Leipziger Buchmesse, der ihm geraten hat, mehr auf die Kamera als auf den Regisseur zu achten. „Es kam mir vor wie ein Spiel“, sagt Steffi. „In keinem Moment während des Drehs habe ich mich unwohl gefühlt oder mich gefragt, ob das genügt. Es hat sich sehr natürlich angefühlt – denn das ist das Liebesspiel eben auch.“ Ein beeindruckender Moment für das Liebespaar war, als während der Dreharbeiten absolute Stille am Set herrschte. „Es war, als hätten die Leute um uns herum gemerkt, was für einen intimen Moment wir erlebt haben“, erinnert sich Steffi. „Es war ein Genuss, diese Aufmerksamkeit zu bekommen.“

Wenn sie mit der Sendung eine Botschaft hätten senden wollen,wäre es die, dass niemand perfekt ist. „Wir sind auch nur ein Liebespaar und fühlen uns so wohl wie wir sind“, sagt Erik. „Wir sind wie alle.“

Juliane Weigt

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