Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner Original gibt Luxusautos ab

Oldtimer zu verkaufen Dresdner Original gibt Luxusautos ab

Der Chauffeurdienst hat sich erledigt: Jochen Schalk, besser bekannt als der Drehorgelmann vom Theaterplatz, gibt seinen Gewerbe auf. Jetzt sucht der Dresdner Käufer für zwei seiner drei Oldtimer.

 

Dieser Mercedes ist zu haben, im Fenster hängt ein Blatt mit den technischen Daten.
 

Quelle: Christoph Springer

Dresden. Mercedes zu verkaufen. Das klingt simpel, es geht aber um ein ganz besonderes Auto. Jochen Schalk, besser bekannt als Drehorgelspieler vom Theaterplatz, verkauft seinen Adenauer-Mercedes. Der schwarze Luxusoldtimer, Baujahr 1961, ist sofort zu haben. „160 PS, Automatikgetriebe, Servolenkung, guter Originalzustand“ hat Schalk auf einen Zettel geschrieben, der regelmäßig im Fenster des schwarzen Autos hängt. „Eventuell nur an LIEBHABER zu verkaufen“, steht darüber. Schalk gibt seinen Chauffeurdienst auf. Noch ist die Fahrdienst-Offerte im Internet zu finden. „Jochen Schalk, Freiherr von Gravenreuth chauffiert Sie mit seinen edlen Luxus-Oldtimern zu besonderen Tagen, Hochzeiten, Feiern und Anlässen“, ist da zu lesen. Doch das Chauffieren hat sich erledigt, spätestens seit einem Unfall, den Schalk mit dem „Adenauer“ am 10. Dezember auf dem Neumarkt zwischen „Hilton“ und Frauenkirche gebaut hat.

a92bf55a-ce43-11e5-804f-5677a460bffd

Jochen Schalk, besser bekannt als Drehorgelspieler vom Theaterplatz, verkauft zwei seiner drei Luxus-Oldtimer: Einen 300er „Adenauer-Mercedes“ und eine „Staatskarosse“, Baujahr 1956.

Zur Bildergalerie

„Na ich hab doch Krebs“, erklärt der 76-Jährige den Autoverkauf und zuckt mit den Schultern. Außerdem leidet Schalk zur Zeit unter einer Mittelohrentzündung. „Wenn nur diese Schmerzen nicht wären“, klagt der Dresdner. Der Preis, den er für den 300er Mercedes haben will, ist Verhandlungssache. Mit einer Summe zwischen 50.000 und etwa 80.000 Euro kann er für das Auto durchaus rechnen, ergaben Preisvergleiche in mehreren Internetportalen. „Ich habe zur Zeit zwei Angebote, eines aus Dresden und eins aus Berlin“, ließ Schalk am Wochenende wissen. Doch ob er wirklich ein sattes Sümmchen für seinen Adenauer-Mercedes bekommt, ist offen. „Die meisten wollen nix zahlen“, winkt er ab. Im Klartext: Die Angebote passen (noch) nicht zu seinen Erwartungen. Wie die wirklich sind, ist geheim. „Preisvorstellung ist Diskretsache“, steht auf Schalks Verkaufsblatt, eine Probefahrt sei aber jederzeit möglich. Und, so lässt der 76-Jährige wissen, von dem Unfall am 10. Dezember, bei dem Schalk an der Frauenkirche in eine Frauengruppe gefahren war, ist an dem Auto nichts mehr zu sehen. Die Unfallursache sei aber noch ungeklärt.

Neben dem Adenauer-Daimler steht auch ein 600er Mercedes zum Verkauf. Eine Mercedes-Langversion, Baujahr 1964. Das Auto hat 250 PS, ebenfalls Automatikgetriebe, Servolenkung, Klimaanlage und „hydraulische Fensterheber“, heißt es auf Schalks selbstgefertigter Verkaufsanzeige. Für solche Autos werden in Oldtimer-Portalen im Internet auch schon mal 100.000 Euro und mehr verlangt.

Neben diesen zwei Luxuskarossen besitzt Schalk noch einen 60 Jahre alten BMW mit einem V8-Motor. „Barockengel“ heißt das Auto wegen seiner runden Kotflügel. Auch diese Autos werden heutzutage für hohe fünfstellige Eurobeträge gehandelt. Sie können sogar mehr als 100.000 Euro wert sein.

Jochen Schalk hat die Luxuskarossen gekauft, nachdem ihm 2013 überraschend eine Erbschaft zugefallen war. Damals bekam er nach dem Tod seiner Stiefmutter einen Teil eines Bauernhofs in Westdeutschland zugeschrieben. Den Wert der Immobilie ließ er sich auszahlen – mehrere 100.000 Euro reich war der Ex-Drehorgler damit plötzlich.

Von Christoph Springer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
24.08.2017 - 05:50 Uhr

Die SG Dynamo Dresden bereitet sich akribisch auf die Partie in Bochum vor

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.