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Dresdner Offizierschule übergibt 3400 Euro an Hilfsnetzwerk für traumatisierte Soldaten

Dresdner Offizierschule übergibt 3400 Euro an Hilfsnetzwerk für traumatisierte Soldaten

Einen Scheck über 3400 Euro hat die Dresdner Offizierschule am Donnerstag Verteidigungsminister-Gattin Martina de Maiziere übergeben. De Maiziere, die Schirmherrin der Familienbetreuung der Bundeswehr ist, will damit insbesondere die Familien kriegstraumatisierter Bundeswehrsoldaten unterstützen.

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Die Organisatoren und die dankbaren Abnehmer: Von links: Brigadegeneral Jürgen Weigt, Stabsfeldwebel Andreas Student, Martina de Maiziere (Familienbetreuungszentren), Oberst a. D. Paul Bacher (Soldatenhilfswerk) und Oberleutnant Michael Weiß.

Quelle: Jane Jannke
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Brigadegeneral Jürgen Weigt, Kommandeur der Offizierschule, übergab am Donnerstag Verteidigungsminister-Gattin Martina de Maiziere einen Scheck in Höhe von 3400 Euro für Familien traumatisierter Bundeswehrsoldaten.

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Die Heimkehr aus dem Kriegseinsatz birgt immer öfter Tücken. Wenn die physische Gesundheit zwar bewahrt werden konnte, die Seele aber im Krieg geblieben ist, wenn der Rollenwechsel vom Soldaten, der körperliche Höchstleistungen vollbringt, zurück zum liebevollen Familienmenschen nicht gelingen will – dann leidet die Familie oft am meisten. Ihnen eine Stimme zu geben, Verständnis aufzubringen, haben sich die Familienbetreuungszentren der Bundeswehr auf die Fahnen geschrieben.

Schirmherrin dieser vom Verteidigungsministerium ins Leben gerufenen Einrichtungen ist seit Kurzem Martina de Maiziere. Sie sagt: „Die Familien leiden unter den Aggressionsschüben und Wesensveränderungen des Partners und Vaters. In gängigen Hilfsangeboten treffen Soldatenfrauen oft auf das Problem, dass man sich mit der Spezifik der Bundeswehr und des Kriegstraumas nicht auskennt. Hier wollen wir ansetzen und den Frauen eine Plattform schaffen.“ Kriegstraumata hätte es schon immer gegeben, nur sei erst in den letzten zehn bis 20 Jahren ernsthaft daran geforscht worden. Die Situation für Betroffene sei daher heute erheblich besser als noch vor fünf oder zehn Jahren. Die Rolle der Betreuungszentren konzentriere sich vor allem darauf, Angehörigen im Kriegseinsatz befindlicher Soldaten über gezielte Information Ängste zu nehmen oder Hilfe zu vermitteln.

Auch in der Offizierschule des Heeres hat man die enorme Bedeutung von Familienbetreuungszentren und Soldatenhilfswerk verinnerlicht: „Unseren Nachwuchsführungskräften vermitteln wir von vorn herein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Zeiten von Afghanistan irgendwann einmal mit einem Fall von posttraumatischer Belastungsstörung innerhalb der Truppe konfrontiert werden, äußerst hoch ist“, sagt Brigadegeneral Jürgen Weigt, Kommandeur der Offizierschule. Afghanistan habe eine ganz andere Qualität und auch Quantität auf diesem Gebiet gebracht. Meist seien es die Vorgesetzten, die sich an das Soldatenhilfswerk wendeten, wenn die Betroffenen selbst die Schwere der Lage nicht erkannten. Diese Form der Solidarität mit dem Kameraden sei wesentliches Moment der Ausbildung an der Offizierschule, so Weigt.

Am 6. September hatte die Heeresschule einen Spendenlauf veranstaltet, um Gelder für das Soldatenhilfswerk zu sammeln, das seit über 50 Jahren ehrenamtlich arbeitet und auf Spenden angewiesen ist. 80.000 Euro wurden auf diese Weise allein im vergangenen Jahr für die Traumahilfe zusammengetragen. Beim Spendenlauf der Heeresschule hatte jeder Teilnehmer einen symbolischen Euro Startgebühr entrichtet, zusätzliche Mittel waren bei einem Kuchenbasar der Soldatenfamilien am Tag der Offenen Albertstadt zusammengekommen.

„Wir wollten den Erlös unbedingt für traumatisierte Soldaten verwendet wissen“, betont Jürgen Weigt. Und so kommen die 3400 Euro aus Spendenlauf und Basar den Familienbetreuungszentren zugute, die eng mit dem Soldatenhilfswerk zusammenarbeiten. „Wir möchten die Summe dazu nutzen, Frauen traumatisierter Soldaten eine Erholungswoche zu ermöglichen, in der sie ausspannen und wieder zu sich selbst finden können“, so Martina de Maiziere. „Unser großer Dank gilt der Offizierschule und allen Soldaten und Angehörigen, die sich für die Traumahilfe engagieren.“

Jane Jannke

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