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Dresdner Oberbürgermeister lädt am 17. Oktober zum Bürgerfest

„Ein anderes Bild aussenden“ Dresdner Oberbürgermeister lädt am 17. Oktober zum Bürgerfest

Die Stadtverwaltung will am 17. Oktober endlich wieder positive Schlagzeilen aus Dresden aussenden. Nach dem Image-Gau vom 3. Oktober lädt Oberbürgermeister Hilbert zu einem Bürgerfest auf den Neumarkt. Es gehe darum, sich als Stadt nicht weiter von Pegida in Geiselhaft nehmen zu lassen.

Nach dem Image-Gau vom 3. Oktober lädt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am 17. Oktober ab 17 Uhr zu einem Bürgerfest auf den Neumarkt.
 

Quelle: Flechtner (Archiv)

Dresden.  Die Stadtverwaltung will am 17. Oktober endlich wieder positive Schlagzeilen aus Dresden aussenden. Nach dem Image-Gau vom 3. Oktober lädt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ab 17 Uhr zu einem Bürgerfest auf den Neumarkt. Es gehe darum, sich als Stadt nicht weiter von Pegida in Geiselhaft nehmen zu lassen, schreibt das Stadtoberhaupt. Die Gruppierung um Lutz Bachmann wollte ursprünglich am 17. Zum zweiten Geburtstag aufmarschieren, hat die eigene Kundgebung aber mangels Platz auf ein anderes Datum verlegt.

Das geplante Bürgerfest soll trotzdem an dem Montag stattfinden, auch weil an diesem Abend der Sächsische Bürgerpreis in der Frauenkirche verliehen wird. So soll unter anderem das wöchentliche Friedensgebet zum Neumarkt verlegt werden, der Auftritt von Chören ist geplant. Viele engagierte Dresdner hätten innerhalb kürzester Zeit viel auf die Beine gestellt, schreibt Hilbert zum noch nicht veröffentlichten Programm.

Hilbert, der für das Fest eigens seine Vater-Kind-Kur unterbricht, findet zudem deutliche Worte gegen diejenigen, die am 2. und 3. Oktober mit Hass, Hetze und teils rassistischen Beleidigungen das Stadtbild bestimmten. Er selbst ertrage Beleidigungen, das sei „Berufsrisiko“, so Hilbert. „Was ich nicht ertrage, sind die Beschimpfungen und Beleidigungen an Bürgerinnen und Bürger, die anders aussehen, eine andere Hautfarbe haben, einer anderen Religion angehören oder einfach nur eine andere Meinung haben. Ich ertrage nicht, dass eine Frau mit ihren Kindern an der Hand angeschrien wird, weil sie ein Kopftuch trägt.“

Meinungsfreiheit sei ein hohes Gut, sie funktioniere aber nur mit einem achtsamen und respektvollen Umgang miteinander und unter Achtung der Menschenwürde. Er wolle weiter gesprächsbereit bleiben. „Aber Hetze, Schmähungen, Hass und Rassismus waren und sind keine Gesprächsgrundlage. Unsere Gesellschaft, unsere Stadt ist bunt, ist vielfältig. Es gibt nicht die Dresdner, es gibt sie nicht, die Sachsen“, schreibt Hilbert.

Er rief die Dresdner auf, am 17. Oktober zu zeigen, dass Dresden auch anders kann. Dresden müsse in der Lage sein, ein anderes Bild auszusenden.

Zusätzlich zum Bürgerfest ist für den 17. Oktober auch eine Demonstration von „Herz statt Hetze“ geplant, die 16 Uhr beginnen soll und von Bahnhof Neustadt und TU Dresden bis zum Postplatz führen soll. Seitens Pegida ist für den 17. Oktober bisher keine Veranstaltung bekannt, allerdings hat Lutz Bachmann wie schon am 3. Oktober dazu aufgerufen, zu einer „Raucherpause“ auf den Neumarkt zu kommen.

Von sl

Dresden, Neumarkt 51.05104 13.741489
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