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Dresdner Neustadt: Anwohner der Frühlingstraße protestieren gegen Fällung einer Eiche

Dresdner Neustadt: Anwohner der Frühlingstraße protestieren gegen Fällung einer Eiche

Der geplante Bau von Luxus-Apartments auf der Frühlingstraße in der Dresdner Neustadt erzürnt die Anwohner. Für den neuen Wohnkomplex auf dem Gelände der Frühlingstraße 3 soll eine über 60 Jahre alte Eiche gefällt werden, die auf dem Grundstück steht.

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Quelle: Julia Vollmer

Am Montagabend versammelten sich rund 50 Anwohner zum Protestabendbrot auf der derzeit als wilden Parkplatz genutzten Fläche. „Seit vielen Jahren ist die Eiche das Eingangstor zu unsere Straße, ohne sie würde wirklich etwas fehlen“, beschreibt eine Bewohnerin ihre Gefühle. „So langsam reicht es. Keiner aus der Neustadt will solche noblen 400.000 Euro Apartements“, beschwert sich auch Anwohner Timo Wagner. Ein anderer Anwohner schlägt gar eine Blockade der Fällung vor. „Langsam aber sicher vergeht es einem hier zu wohnen. Lasst uns die Baumfällarbeiten behindern!“

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Um die Eiche am Eingang der Frühlingsstraße hat sich ein Streit entwickelt. Die Anwohner wollen die Baum retten.

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„Die Anwohner besetzen gerade das Gebiet, aber vorerst werden wir das tolerieren und keine rechtlichen Schritt einleiten“, so Jürgen Löw von Löw Immobilien auf Anfrage von DNN-Online. Eine Bauvoranfrage sei von der Stadt positiv beantwortet worden. Sobald die Baugenehmigung inklusive der Erlaubnis zum Fällen der Eiche vorliege, wollen man mit den Bauarbeiten beginne. Jürgen Löw rechnet nach eigenen Angaben mit einem Beginn der Arbeit Anfang November. Die Firma will auf dem Gebiet ein Gebäude mit vier Eigentumswohnungen bauen. Für die Etagenwohnungen mit einer nach Angaben der Immobilienfirma „gehobenen“ Ausstattung sollen mögliche Käufer rund 400.000 Euro bezahlen.

Auch die Stadtverwaltung bestätigte auf Anfrage, dass das Umweltamt die Fällgenehmigung für die Eiche in Aussicht gestellt hat. Bei Erhalt der Eiche sei eine Bebauung des Grundstückes unmöglich, so die Stadt. Der Bauherr habe sich zu zwei Ersatzpflanzungen auf dem Baugrundstück vertraglich verpflichtet ebenso wie zu zur Pflanzung von 18 weiteren Bäumen in der Neustadt. Alternativ sei auch eine Ausgleichszahlung an das Umweltamt möglich, so die Verwaltung. „Da eine Fällgenehmigung frühestens mit der Baugenehmigung erteilt werden wird und bislang im Umweltamt noch kein Bauantrag vorliegt, ist nicht mit einer Fällung innerhalb der nächsten drei Monate zu rechnen.", so Arne Rehse, Abteilungsleiter der Unteren Immissionsschutz- und Abfallbehörde im Umweltamt.

Julia Vollmer

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