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Dresdner Neumarkt Quartier VI hängt weiter in der Warteschleife

Dresdner Neumarkt Quartier VI hängt weiter in der Warteschleife

Auf diesem Grundstück scheint ein Fluch zu liegen. Die Rede ist vom so genannten Quartier VI am Neumarkt unmittelbar neben dem Kulturpalast. Schon vor Jahren steckte das holländische Unternehmen "Kondor Wessels" jede Menge Zeit und Geld in das Projekt Wiederaufbau, akzeptierte mehrmals Auflagen für Umplanungen und flog am Ende doch aus dem Rennen.

Parallel dazu sorgte dann auch noch die nervenaufreibende Debatte um die Wiederbebauung der Gewandhausfläche für erhebliche Verzögerungen im Quartier VI.

Zwar steht mittlerweile fest, dass "Kondor Wessels" als Bieter raus ist, die Stadt stattdessen seit etwa einem Jahr mit der USD Immobilien GmbH intensive Verhandlungen führt und nur das Areal neben der Gewandhausfläche bebaut werden darf. Doch wer nun annimmt, solche Rahmenbedingungen reichen aus, damit die Bauarbeiten endlich beginnen, der irrt. So hätte der Finanzausschuss gestern eigentlich grünes Licht für den Verkauf des 1900 Quadratmeter großen Grundstücks an die USD geben können. 7,1 Millionen Euro wären, das endgültige Okay des Stadtrates vorausgesetzt, so ins Stadtsäckel geflossen. Doch die Mitglieder des Finanzausschusses gingen lieber auf Nummer sicher und verwiesen den Verkauf von Quartier VI vorerst an den Bauausschuss. "Es handelt sich hier einfach um eine ganz besondere Fläche und wir sollten deren Bebauung nicht ohne einen städtebaulichen Vertrag herbeiführen", erklärte CDU-Fraktionschef Georg Böhme-Korn.

Solch ein Vertrag könnte regeln, dass sich der Investor USD beim Wiederaufbau des Dinglinger- und des Regimentshauses, die im Quartier VI als Leitbauten gelten, wirklich an die historischen Vorgaben hält. Zuletzt gab es Streit wegen der Fassaden, denn die USD soll auf breitere Schaufensterfronten als üblich gepocht haben, um die Investition refinanzieren zu können.

Geplant ist derweil der Bau mehrerer Häuser mit Läden und gastronomischen Einrichtungen in den Erdgeschossen und Wohnungen in den Obergeschossen. Die USD will alles in allem rund 42 Millionen Euro in das Quartier VI investieren. Bedenkt man, dass das Dresdner Unternehmen in die Sanierung der Hochhäuser und Errichtung mehrerer Neubauten an der Freiberger Straße ähnlich viel Geld steckt, wird deutlich, dass die USD in dem insgesamt kleiner ausgerichteten Quartier VI eine Art Prestigeobjekt zu sehen scheint.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.02.2013

Christoph Stephan

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