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Dresdner Neumarkt-Quartier III soll endlich verkauft werden - Freistaat verhandelt mit Bietern

Dresdner Neumarkt-Quartier III soll endlich verkauft werden - Freistaat verhandelt mit Bietern

Der Freistaat Sachsen verhandelt mit einem "kleinen Kreis von Interessenten" über das Quartier III auf dem Neumarkt, teilte Andrea Krieger, Sprecherin des Sächsischen Staatsbetriebes Immobilien- und Baumanagement (SIB), mit.

Gegenwärtig würden Konzepte zur Entwicklung des Grundstückes von den Bietern erarbeitet. "Mit einer Verkaufsentscheidung beziehungsweise einem Verkauf des Grundstückes ist frühestens Ende des Jahres zu rechnen", erklärte sie.

Seit Jahren versucht der Freistaat, das Grundstück zwischen Landhausstraße und Rampischer Straße an den Mann oder die Frau zu bringen. Früher stand dort der moderne Anbau an das Polizeipräsidium, der abgerissen wurde. Heute parken hin und wieder Autos auf der riesigen Brachfläche. Das Grundstück ist 8804 Quadratmeter groß und der Freistaat nicht bereit, einzelne Parzellen zu verkaufen. Er will nur mit einem Investor über die gesamte Fläche verhandeln.

Verhandelt hat der Freistaat auch mit der Landeshauptstadt, es ging um die Festlegungen des Bebauungsplanes und der Gestaltungskonzeption für den Leitbau Palais Hoym, aber auch um die Frage des ruhenden Verkehrs. Denn in die Neubauten sollen nicht nur Geschäfte und Gaststätten einziehen, sondern auch Mieter. Mehr als 200 Wohnungen könnten im Quartier III entstehen. Da die Bewohner Parkplätze brauchen, würde das den Bau einer Tiefgarage nahelegen, deren Zufahrt geklärt werden musste. "Die Gespräche mit der Stadt sind abgeschlossen", so Krieger, "auf dieser Grundlage führen wir die Verkaufsgespräche." Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) hatte mehrfach betont, dass der Neumarkt bis 2020 fertig sein soll. Wenn der Freistaat das Grundstück bis Ende des Jahres tatsächlich verkauft, sollte dieser Termin durchaus zu halten sein.

Das Palais Hoym wurde von 1739 bis 1742 von Johann Christoph Knöffel für Oberstallmeister Johann Adolph von Brühl errichtet, dem Bruder des Grafen Heinrich von Brühl. 1752 erwarb Kammerherr Julius Gebhard von Hoym das Palais, das im Siebenjährigen Krieg von den preußischen Truppen zerstört wurde. Im Jahr 1766 wurde es als Vierflügelanlage zu einem der größten Palaisbauten Dresdens wiedererrichtet. 1830 wurde das Gebäude umgebaut und erhielt einen der größten Konzert- und Theatersäle Dresdens. Deshalb schlägt die "Gesellschaft Historischer Neumarkt" den Bau eines Kammermusiksaals mit 450 Plätzen im Quartier III vor, finanziert vom Freistaat und privaten Investoren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.10.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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