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Dresdner Neumarkt: Fläche für Palais Hoym soll bis Ende des Jahres verkauft werden

Dresdner Neumarkt: Fläche für Palais Hoym soll bis Ende des Jahres verkauft werden

In mehreren Runden wurde hinter verschlossenen Türen erbittert um jeden Quadratmeter bebaubare Fläche gerungen: Jetzt sind die Abstimmungen zwischen der Landeshauptstadt Dresden und dem Freistaat Sachsen zu den Festlegungen des Bebauungsplanes und der Gestaltungskonzeption für den Leitbau zum Palais Hoym auf dem Neumarkt vorerst abgeschlossen.

Das teilte Andrea Krieger, Sprecherin des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), der DNN auf Anfrage mit. "Wir setzen nun auf Grundlage der Abstimmungsergebnisse die Verkaufsgespräche mit den interessierten Investoren fort", kündigte die SIB-Sprecherin an.

Das Quartier III, auf dem früher der moderne Anbau an das Polizeipräsidium stand, gehört dem Freistaat Sachsen. Der will die 8804 Quadratmeter große Brachfläche zwischen Landhausstraße und Rampischer Straße nur in einem Stück an einen Investor verkaufen. Bei der enormen Grundstücksgröße ist das ein Problem. Das zweite: Neben dem Leitbau gab es bis 1945 auf der Fläche auch einen durchaus großzügig bemessenen Garten, der nach den Plänen der Stadt weitgehend wiederentstehen soll. Doch welcher Investor legt um die 4000 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch, um dann die kostbare Fläche mit einem Garten zu belegen?

Laut Krieger müssen die Kaufinteressenten für Quartier III nun neue belastbare Konzepte entwickeln oder ihre vorhandenen fortschreiben. Sie müssten auch neue Kalkulationen einreichen. "Das Bieterverfahren wird voraussichtlich noch bis zum Herbst dieses Jahres andauern", schätzt die SIB-Sprecherin. "Mit einem Verkauf der Immobilie oder mit einer verbindlichen Verkaufsentscheidung des Freistaates Sachsen ist daher frühestens Ende dieses Jahres zu rechnen." Wenn es so kommt, wäre die letzte freie Fläche am Neumarkt vergeben.

Nach DNN-Informationen aus anderen Quellen bewerben sich drei Investoren um die Fläche. Als Nutzung für die Gebäude sei Wohnen vorgesehen, mehr als 200 Wohnungen könnten in mehreren Gebäuden entstehen.

Das unter dem Namen Palais Hoym bekannte Gebäude wurde von 1739 bis 1742 von Johann Christoph Knöffel für Oberstallmeister Johann Adolph von Brühl errichtet, den Bruder des Grafen Heinrich von Brühl. 1752 erwarb Kammerherr Julius Gebhard von Hoym das Palais. Im Siebenjährigen Krieg wurde das Gebäude von preußischen Truppen zerstört. Im Jahr 1766 wurde es als Vierflügelanlage zu einem der größten Palaisbauten Dresdens wiedererrichtet. 1830 verkaufte es der damalige Besitzer August Friedrich von Schönberg an den Dresdner Geselligkeitsverein "Harmonie". Dabei wurde das Gebäude umgebaut und erhielt unter anderem einen der größten Konzert- und Theatersäle Dresdens.

Deshalb schlägt die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) den Bau eines Kammermusiksaals mit 450 Plätzen im Quartier III vor. Der moderne Neubau könne im Innenhof neben dem rekonstruierten Palais Hoym entstehen. Für die Finanzierung will die GHND den Freistaat und private Investoren in die Pflicht nehmen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.03.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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