Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 2 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Dresdner Nano-Zentrum braucht mindestens 4,5 Millionen Euro

Dresdner Nano-Zentrum braucht mindestens 4,5 Millionen Euro

Das Nanoelektronikzentrum Dresden braucht dringend eine Liquiditätshilfe der Stadt. Doch damit ist es nicht getan, nach verschiedenen Szenarien werden später zwischen 4,5 und 5,5 Millionen Euro benötigt, mindestens.

Damit soll der Investitionsbedarf gedeckt werden. Das geht aus der internen Vorlage der Stadt für die Beschlüsse zur Liquiditätshilfe hervor.

Nicht zuletzt auf Initiative von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wurde 2007 das Zentrum gegründet, um im Bereich Nanoelektronik Wirtschaftsförderung zu betreiben. In den vier früheren Häusern des Zentrums Mikroelektronik (ZMD) sollten sich junge Unternehmen der Branche ansiedeln. Bis heute ist das Zentrum ein Sorgenkind der Stadt, war 2013 sogar bilanziell überschuldet. Es gab Unstimmigkeiten beim Umgang mit Fördergeldern. Schon im vergangenen Jahr musste die Stadt mit knapp einer Million Euro die Zahlungsfähigkeit retten. Nun soll die Stadt erneut 336 000 Euro bereitstellen, um die Insolvenz zu vermeiden (DNN berichteten). Über die Gelder soll nach dem Willen der Stadtverwaltung jetzt eilig der Finanzausschuss entscheiden. Das Zentrum könnte so im Juni/Juli fällige Rechnungen begleichen.

Doch damit ist es nicht getan. Um beim Zentrum doch noch die Kurve zu bekommen, sind weitere Investitionen nötig. Für das Gesamtprojekt mit einem Umfang von 13,4 Millionen Euro wurden Fördermittel des Freistaates Sachsen in Höhe von 7,4 Millionen bewilligt bei geplanten Eigenmitteln von knapp sechs Millionen Euro der Gesellschaft. 93,1 Prozent der Firmenanteile hält derzeit die Stadt Dresden.

Obwohl bereits Mitte 2014 der Stadtrat die Verwaltung beauftragte, einen Vorschlag für die weiteren Investition vorzulegen, gibt es diese Vorlage bis heute nicht. Bislang ist lediglich ein internes Zwischengutachten von externen Prüfern entstanden. Darin werden in zwei Szenarien 4,5 beziehungsweise 5,5 Millionen Euro für zusätzliche Investitionen in den Zustand der Häuser errechnet. Die Häuser 1 und 3 könnten langfristig positive Ergebnisse erzielen. Bei den Häusern fünf und sieben lasse sich "ein ordentlicher Wirtschaftsbetrieb nicht darstellen", heißt es ernüchternd.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.05.2015

Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
28.04.2017 - 20:07 Uhr

2:0 führten die Dresdner in Bochum. Dann kam der VfL. Stefan Schramm hat sich die Leistung der beteiligten Spieler genau angesehen.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.