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Dresdner NH-Hotel steht wohl vor Verkauf

Dresdner NH-Hotel steht wohl vor Verkauf

"Vier-Sterne-Luxusherberge" für 41,6 Millionen Euro in Dresden zum Verkauf. So der Inhalt einer Anzeige, die bis vor Kurzem auf der Internetseite der Immobilienbörse Immonet zu lesen war.

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Im Internet suchte ein Dresdner Hotel einen Käufer, vermutlich war damit das NH-Hotel gemeint.

Quelle: Marion Doering

Welches Hotel da angeboten werden sollte, erfuhr man leider nicht - alles "strictly confidential", wie es in der Anzeige lautete. An diese Vorgabe strenger Vertraulichkeit hält sich auch der zuständige Makler Bernhard Niklas. Andernfalls werde eine Vertragsstrafe fällig, die ihn seine Kinder erst wieder zu deren Silberhochzeit sehen lasse, wie er scherzt. Keine Angabe dazu, wie der Eigentümer heißt und um welches Hotel es sich überhaupt handelt. Immerhin: In der Sache sei Bewegung, vielleicht könne er in den nächsten Wochen schon mehr verraten, sagt er am Ende dann doch.

Einen deutlicheren Hinweis geben die Fakten in der Annonce. Nicht viele Häuser in Dresden können vier Sterne und 270 Zimmer vorweisen. Das NH-Hotel an der Hansastraße könnte gemeint sein, wie eine Nachfrage in informierten Kreisen bestätigt. Allerdings weiß man in der Deutschlandvertretung der spanischen Hotelkette nichts von einem anstehenden Verkauf. NH-Hoteles ist wie in der Branche üblich auch nicht der Eigentümer, sondern besitzt einen Pachtvertrag, der bei einem Eigentümerwechsel unberührt bleibe, wie es auf DNN-Anfrage heißt. Egal was auch passiere, das Gebäude bleibe demnach auch weiterhin ein NH-Hotel.

Eigentümer des Hauses ist nach Angabe von NH-Hoteles die Stuttgarter "DLF-Immobilienportfolio Gewerbeimmobilien-Walter Fink-KG". Dort ist die zuständige Immobilienexpertin derzeit nicht zu sprechen, ihre Kollegin Dorothea Arnold hält es jedoch für ziemlich wahrscheinlich, dass das zum Immobilienportfolio des Unternehmens gehörende Hotelgebäude an der Hansastraße zum Verkauf steht. Der Grund: "Der Mietvertrag läuft aus", sagt Arnold schlicht. Sie ist bei dem Stuttgarter Immobilienunternehmen mit der Verwaltung des Gebäudes betraut, sollte also wissen, wovon sie spricht. Zwar ist es erst nächstes Jahr so weit, "aber man muss sich ja frühzeitig kümmern", wie sie sagt.

Nichts kann sie dazu sagen, ob es üblich sei, eine so teure Herberge in einem Internetportal anzubieten. "Das gibt es sicher immer wieder einmal, dass ein Hotelgebäude im Internet angeboten wird", sagt Marco Bensen, Vorsitzender des Branchenverbandes Dehoga in Dresden. Es sei zumindest nichts Unübliches daran. "Sicher werden derzeit auch mehr Hotels im Angebot sein, von denen man aber nichts weiß", sagt er. Und bestätigt damit indirekt, dass die Branche bei solchen Großverkäufen sonst diskreter vorgeht. Unklar ist, ob das Tilgen der Immonet-Anzeige bedeutet, dass der Makler Niklas recht behalten hat und der Verkauf schon auf den Weg gebracht worden ist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2013

Uwe Hofmann

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