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Dresdner Münzkabinett Nr. 1 in Deutschland

Bilanz nach einem Museumsjahr im Georgenbau Dresdner Münzkabinett Nr. 1 in Deutschland

Ein Jahr nach seiner Wiedereröffnung in völlig neuer Gestaltung wartet das Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit einer hervorragenden ersten Bilanz auf. „Gemessen an der Besucherresonanz ist das Dresdner Münzkabinett zur Nr. 1 unter den deutschen Münzkabinetten vorgerückt“, so Direktor Rainer Grund stolz gegenüber DNN.

Blick ins Münzkabinett im Residenzschloss in Dresden. In der Mitte das Gemälde von König Albert von Sachsen (1897) von Moritz Rödige.

Quelle: Arno Burgi/dpa (Archiv)

Dresden. Ein Jahr nach seiner Wiedereröffnung in völlig neuer Gestaltung wartet das Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit einer hervorragenden ersten Bilanz auf. „Gemessen an der Besucherresonanz ist das Dresdner Münzkabinett zur Nr. 1 unter den deutschen Münzkabinetten vorgerückt“, so Direktor Rainer Grund stolz gegenüber DNN. „Wir verzeichnen wöchentlich im Durchschnitt 2000 bis 2500 Besucher. Da können weder die Staatlichen Münzsammlungen in München noch in Berlin mithalten.“

Weil ihre Besucherzahlen offenbar sehr deutlich unter den Dresdner Zahlen liegen, war von den Münchnern keine aktuelle Angabe zur Besucherresonanz zu erhalten. Auch die Staatlichen Münzsammlung Berlin konnten keine Besucherzahl nennen, denn dieses sei an die des Bode-Museums und des Alten Museums gekoppelt. Andererseits fügte Museumsdirektor Bernhard Weisser seiner Auskunft anerkennend hinzu: „Wir sind voller Hochachtung für die sehr gute Ausstellung in Dresden und blicken voller Neid auf die Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit der Eröffnung des Museums. Man sah, wie gut das Münzkabinett in die Landschaft der Dresdner Museen integriert ist.“

Tatsächlich erweist sich die Unterbringung der vier Ausstellungsräume des Münzkabinetts im Georgenbau des Residenzschlosses als ein gewichtiger Trumpf. Grund weiss, dass viele Touristengruppen oft den Besuch des Historischen und des Neuen Grünen Gewölbes sowie der Alten und der Neuen Meister mit einer Besichtigung der numismatischen Schätze verbinden.

Auch nach der Anzahl der zum Bestand zählenden numismatischen Objekte konnte das Dresdner Kabinett seinen Ruf als eines der bedeutendsten in Deutschland weiter verbessern. Mit 300 000 Münzen und Medaillen erreichte Dresden Augenhöhe mit München und nimmt mit den Bayern nach den Berlinern Platz 2 ein. Das Berliner Münzkabinett verfügt über 540 000 Objekte.

Als Vorzug erweist sich für Dresden die gelungene, völlig neuartige und international beispiellose Kabinettgestaltung nach den Entwürfen eines Berliner Architektenbüros. Zudem fasziniert viele Besucher die Art und Weise der Präsentation der ausgewählten Objekte. „Die bewusst von uns vorgenommene Beschränkung bei der Auswahl auf das absolut Beste und deren Ergänzung durch hervorragende Leihgaben aus anderen Museen verleihen unserem Münzkabinett diese besondere Ausstrahlung“, so der Direktor des Dresdner Münzkabinettes. Tatsächlich präsentiert das Münzkabinett „nur“ etwa 3 300 mehrheitlich aus eigenem Bestand stammende numismatische Objekte.

Zudem beschränke sich das Münzkabinett nicht auf die überzeugende Präsentation schönster Münzen und Medaillen, fügt Rainer Grund hinzu. Vielmehr werde mit der Zuordnung von sorgfältig ausgewählten Sach- und Zeitzeugnissen dem Besucher ein tiefer Einblick in die kausalen Zusammenhänge der sächsischen Münzgeschichte gewährt. Als beispielhaft dafür nennt Grund das aus seiner Heimatstadt Annaberg-Buchholz kommende Altarbild der Kirche St. Anna.

Zu den weiteren Plänen für das Dresdner Münzkabinett befragt, weist dessen Direktor darauf hin, dass schon seit einigen Jahren kein Geld für Ankäufe zur Verfügung stünde. Dies sei der Kürzung der finanziellen Mittel geschuldet, von der viele öffentliche Bereiche betroffen sind. Da bleibt nur das Anwerben von Sponsoren. Dies laufe bereits gut über den „Freundeskreis der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden“. Auch sei es ihm gelungen, einen Sponsor aus der Region zu gewinnen, der jährlich einige tausend Euro zur Verfügung stellen will.

Noch besteht für das Münzkabinett räumlich keine Möglichkeit, thematische Sonderausstellungen aus seinem reichen Bestand zu gestalten. Dies könne sich, so Grund optimistisch, ab 2018 ändern. Den von da an steht dem Kabinett ein fünfter Raum mit direkter Verbindung zu den jetzt bereits genutzten zur Verfügung. Natürlich hat Grund schon Ideen, wie dieser Raum genutzt werden soll. Verraten will er sie noch nicht.

Von Peter Weckbrodt

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