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Dresdner Mediziner entwickeln App für traumatisierte Soldaten

Professionelle Hilfe Dresdner Mediziner entwickeln App für traumatisierte Soldaten

 Weil die Bundeswehr nun öfter bei Kriegen und Krisen mitmacht, kehren Soldaten aus Einsätzen verstört zurück. In der medizinischen Fachsprache nennt sich der Schreckens nach dem Krieg „Posttraumatische Belastungsstörung“

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Psychotherapeuten des Universitätsklinikums Dresden haben gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr (München) die Smartphone-App „CoachPTBS“ für traumatisierte Soldaten entwickelt.

Quelle: dpa

Dresden.  Weil die Bundeswehr nun öfter bei Kriegen und Krisen mitmacht, kehren Soldaten aus Einsätzen verstört zurück. In der medizinischen Fachsprache nennt sich der Schreckens nach dem Krieg „Posttraumatische Belastungsstörung“ (PTBS). Und das klingt vermutlich in den Ohren der Soldaten nicht nach etwas, mit dem man gern hausieren geht. Zumindest gehen Experten davon aus, dass viele Traumatisierte über ihre Erlebnisse, Schlafstörungen und Angstzustände nicht reden und keinen Arzt aufsuchen.

Deshalb haben Ärzte, Wissenschaftler und Programmierer aus Dresden, München und Berlin das Hilfe-Programm „CoachPTBS – Wegweiser bei psychischen Einsatzfolgestörungen“ für Mobiltelefone entwickelt. Diese App soll den Soldaten helfen, Symptome für eine PTBS zu erkennen, sich mit einfachen Entspannungsübungen erst einmal zu beruhigen und geschulte Ärzte zu finden.

„Seit dem Afghanistan-Einsatz sind posttraumatische Belastungsstörungen auch in der Deutschen Bundeswehr ein wichtiges Thema. Dennoch sind sich Soldaten nach Auslandseinsätzen nicht immer sicher, ob sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollten“, erklärte Dr. Julia Schellong von der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Uniklinikum Dresden. „Um diese Hemmschwelle zu senken, haben wir in Kooperation mit dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin und der Universität der Bundeswehr München die CoachPTBS-App entwickelt.“ Vorbild dafür sei eine ähnliche Software gewesen, die in den USA und Australien erfolgreich eingesetzt werde.

Die App kann gratis im „App Store“ von Apple und im „Play Store“ von Google geladen werden. Unser erster Eindruck nach einem Kurztest: Die App ist sehr informativ, aber auch sehr textlastig.

Von DNN

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