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Dresdner Martin-Luther-Kirche in gelber Hülle

Schadensbeseitigung am Sakralbau Dresdner Martin-Luther-Kirche in gelber Hülle

Bis hinauf zur Turmspitze eingerüstet und von einem gelben Schutznetz verhüllt zeigt sich derzeit die evangelische Martin-Luther-Kirche in der Dresdner Neustadt. Handwerker reparieren den 81 Meter hohen Turm des fast 130 Jahre alten Sakralbaus. Sie dichten Risse und Lücken ab und erneuern schadhafte Teile.

Bis hinauf zur Turmspitze eingerüstet und von einem gelben Schutznetz verhüllt zeigt sich derzeit die evangelische Martin-Luther-Kirche.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Dresden.  Bis hinauf zur Turmspitze eingerüstet und von einem gelben Schutznetz verhüllt zeigt sich derzeit die evangelische Martin-Luther-Kirche in der Dresdner Neustadt. Handwerker reparieren den 81 Meter hohen Turm des fast 130 Jahre alten Sakralbaus. Sie dichten Risse und Lücken ab und erneuern schadhafte Teile.

Nötig geworden sind diese Arbeiten, weil seit Jahren von ganz oben Regenwasser eindringt und durch das Mauerwerk sickert. In der Uhrenstube hatten sich deshalb hässliche Wasserflecken gebildet, die Farbe rieselte von den Wänden. Die Kosten für die Arbeiten inklusive Gerüst sind auf rund 995.000 Euro veranschlagt. Beschäftigt sein sollen die Spezialisten damit voraussichtlich bis Dezember.

Den Turm zu besteigen und die Aussicht über die Stadt zu genießen - sonst recht beliebt bei Besuchern -, ist deshalb in diesem Jahr nicht möglich. Zu Gottesdiensten betreten kann man die Kirche nur durch einen Seiteneingang an der Nordseite. Eine Rampe ermöglicht auch den Zugang für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen.

Die Gemeinde versucht zudem, die Kirche von Montag bis Freitag zur Besichtigung zu öffnen, in der Regel an den Nachmittagen von 13 bis 17 Uhr. Doch das sei immer nur möglich, wenn Ehrenamtliche zur Aufsicht da seien, sagt Pfarrer Eckehard Möller. Ein Aufsteller und ein Banner kennzeichnen den Zugang dafür an der Südseite.

Der eingehüllte Turm soll zudem für gegenseitige Akzeptanz werben. Die Gemeinde will in den nächsten Tagen oben Banner mit Botschaften anbringen, an jeder der vier Seiten des Gerüsts eins. „Wir wollen damit zum Nachdenken über den Umgang mit Menschen anderen Glaubens aufrufen“, so Pfarrer Möller. Vorurteile müssten bewusst gemacht werden, um sie abzubauen. Die Botschaften auf Deutsch, Englisch und Arabisch appellieren, Menschen fremden Glaubens nicht etwas abzusprechen oder vorzuwerfen, sondern ihnen zuzuhören und von sich zu erzählen. Die Idee dazu stammt aus dem englischen Birmingham.

An der Vorderseite wünscht bereits die Schmöllner Spezialgerüstfirma auf einem Schild der Fußballmannschaft Dynamo Dresden „alles Gute in der 2. Bundesliga“. Die Firma gehört zu den Sponsoren von Dynamo.

Errichtet worden ist die Martin-Luther-Kirche 1883-1887 nach Plänen von Ernst Giese (1832-1903) und Paul Weidner (1843-1899). Es handelt sich um einen einschiffigen Sandsteinbau im Stil des Historismus, bei dem neoromanische Elemente dominieren. Er verfügt über mehr als 1300 Sitzplätze.

Beliebt sind auch die Konzerte. Die Gemeinde bietet ein umfangreiches Programm an Kirchenmusik von hoher Qualität an. In den Sommermonaten ist vor allem die 2011 umfassend reparierte Jehmlich-Orgel von 1887 zu hören. Mit ihren 60 Registern gehört sie zu den größten Instrumenten in den Dresdner Kirchen. Am 29. Juli, 21.30 Uhr, ist wieder etwa eine Stunde Konzert in der Reihe „hinhören - Nachtmusik“ geplant. Unter dem Motto „Der Rote Ton“ spielen diesmal Johannes Schmidt (Saxophon) und Robert Simmchen (Orgel).

Die Martin-Luther-Kirche ist der größte Sakralbau des Kirchspiels Dresden-Neustadt mit seinen rund 9500 Mitgliedern. Zu diesem Gemeindeverbund gehören außerdem die drei Kirchen St. Pauli, Dreikönig und St. Petri. Er zählt zu den wenigen wachsenden Gemeinden in der sächsischen Landeskirche. Sie ist in ständiger Bewegung: relativ hoch ist die Zahl der neuen Mitglieder wie auch derjenigen, die wieder wegziehen. Ein beträchtlicher Teil sind junge Familien mit Kindern Das Durchschnittsalter liegt bei unter 36 Jahren.

Von Tomas Gärtner

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