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Dresdner Luisenhof geht für 1,8 Millionen Euro an Aachener Vermögensverwaltung

Dresdner Luisenhof geht für 1,8 Millionen Euro an Aachener Vermögensverwaltung

Es war eine Art Kopf-an-Kopf-Rennen: immer wieder versuchten sich die Bieter gegenseitig zu übertrumpfen. Doch nach einer guten Stunde Hin und Her im Amtsgericht wechselte der Luisenhof gestern den Besitzer.

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Quelle: Jürgen-Michael Schulter

Für 1,801 Millionen Euro ersteigerte die PATRIA CASA Vermögensverwaltung UG aus Aachen das Gebäude an der Bergbahnstraße 8.

Das Ausflugslokal steht seit Jahren unter Zwangsverwaltung. Das Gebäude gehörte eigentlich dem Bayern Günther Gsödl, der offenbar schon länger in Zahlungsschwierigkeiten steckt. Dem derzeitigen Pächter Armin Schumann soll er die Immobilie mehrfach zum Kauf angeboten haben. Damals allerdings für einen Preis von 2,6 Millionen Euro. "Deutlich über dem Wert", wie Schumann erklärte. Gestern hatten fünf Parteien im Amtsgericht für die Immobilie geboten. Das Mindestgebot lag bei 1,4 Millionen Euro. Doch bis zum Schluss wetteiferten nur die Aachener PATRIA CASA und die Dresdner Bertram Grundbesitz GmbH um die Immobilie, wobei erstere den Zuschlag bekam.

Einem Gutachten zufolge muss der neue Besitzer noch mindestens 400 000 Euro investieren. "Das wird niemals ausreichen", erklärte Pächter Schumann. "Im Prinzip ist das Gebäude eine Schrott-Immobilie", sagte er. Neben den laut Gutachten nötigen Brandschutzmaßnahmen müssten Feuchtigkeitsschäden beseitigt und zusätzliche Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Insgesamt seien Investitionen in Höhe von bis zu 800 000 Euro notwendig.

Auch Schumann selbst wollte ursprünglich mitbieten. "Bis 1,6 Millionen Euro wäre ich gegangen", sagte er. Realistische Chancen auf den Zuschlag habe er sich jedoch ohnehin nicht ausgemalt.

Die Versteigerung bedeutet für Schumann, der das Lokal bereits seit 2002 erfolgreich betreibt, vor allem Unsicherheit. Sein Pachtvertrag gilt zwar bis zum 31. Januar 2017. Durch die Zwangsversteigerung darf der neue Besitzer diesen jedoch sofort kündigen. Für Schumann könnte das heißen, dass er sein Lokal bis Mitte 2015 räumen muss.

Die Vertreter der PATRIA CASA Vermögensverwaltung, die am Montag im Sitzungssaal anwesend waren, wollten zunächst keinerlei Stellungnahme abgeben. Die als Geschäftsführerin der PATRIA CASA im Handelsregister eingetragene Inge Dippel war telefonisch ebenfalls nicht zu erreichen. Georg Hoffmann, ein Mitarbeiter des Unternehmens, erklärte DNN gegenüber aber, dass die Firma das Objekt bereits vor Jahren ins Auge gefasst hätte. Ziel sei es nun, das Gebäude wieder für die gastronomische Nutzung in Schuss zubringen. Zudem hoffe man auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Pächter Armin Schumann. Die Firma sei grundsätzlich an "besonderen" Immobilien interessiert. Derzeit befinde sich beispielsweise auch das Gebäude am Schillerplatz 7, in dem das Café Toscana residiert, im Besitz der PATRIA CASA.

Falls Armin Schumann doch nicht bleiben kann, habe er einen Plan B, teilte er DNN mit. Wie der allerdings aussieht, wollte er nicht verraten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.12.2014

Susann Schädlich

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