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Dresdner Linke misstrauen dem DRK

Dresdner Linke misstrauen dem DRK

Die neue Großkindertagesstätte in der Marienallee 12, die 118 Krippen- und 192 Kindergartenplätze bietet, wird in den Bedarfsplan Kindereinrichtungen aufgenommen.

Damit können die städtischen Zuschüsse für die Kinderbetreuung an den Betreiber Deutsches Rotes Kreuz (DRK) fließen. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend mehrheitlich beschlossen. Ein Ergänzungsantrag der Linken fiel indes glatt durch. Stadtrat Thilo Kießling hatte sich Sorgen darum gemacht, dass die Kleinen wegen der Nähe zur Offiziersschule des Heeres quasi im Stechschritt einrücken müssten. "Wir hegen den Verdacht, dass sich die schrittweise Remilitarisierung der Gesellschaft hier im Kleinen vollziehen soll", so Kießling. In der Konzeption des DRK solle eine Ergänzung für die Eltern eingearbeitet werden, die keine "positive Begegnung mit der Bundeswehr" wünschten.

Von anderen Fraktionen erntete der Antrag Hohn und Spott. Barbara Lässig (FDP) zitierte Bildungs- und Erziehungspläne zu DDR-Zeiten, wonach Besuche bei der Nationalen Volksarmee das Verständnis der Kleinen für den Friedenskampf fördern sollten. CDU-Stadtrat Steffen Zinkler fragte: "Was sollen diese nebulösen Unterstellungen? Ein Problem hat nicht das DRK. Ein Problem hat der Antragsteller." Kießling erwiderte, seine Fraktion bringe dem DRK nur ein eingeschränktes Vertrauen entgegen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.03.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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